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Türkei: Erdogan will PKK-Unterstützern Staatsbürgerschaft aberkennen

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan will "alle Maßnahmen treffen", um der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK das Handwerk zu legen: Den Anhängern will er nun sogar die türkische Staatsbürgerschaft entziehen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will verstärkt gegen Unterstützer der kurdischen Sache vorgehen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat vorgeschlagen, Unterstützern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) die türkische Staatsbürgerschaft abzuerkennen. "Wir müssen alle Maßnahmen treffen, dazu gehört, den Anhängern der terroristischen Organisation (der PKK) die Staatsbürgerschaft abzuerkennen", sagte Erdogan in Ankara. Die türkischen Behörden sind zuletzt verstärkt juristisch gegen Unterstützer der kurdischen Sache vorgegangen, darunter Journalisten, Anwälte und Abgeordnete.

PKK als Terrororganisation verboten

Gegen die linksliberale, prokurdische Demokratische Partei der Völker (HDP) betreiben Erdogan und seine islamisch-konservative Regierung seit längerem eine Kampagne wegen angeblicher Unterstützung der in der Türkei als Terrororganisation verbotenen PKK. So soll den beiden HDP-Vorsitzenden, Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag, und weiteren Abgeordneten der Partei die parlamentarische Immunität entzogen werden.

Erdogan verlangt zugleich eine umfassendere Definition "terroristischer Verbrechen", damit Politiker, Intellektuelle und Journalisten belangt werden können.

amt / AFP