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Rede in Warschau: Obama warnt Russland vor Angriffen auf Nato-Staaten

Der Konflikt in der Ukraine steht im Mittelpunkt von Barack Obamas Europareise. Bei seiner Rede in Warschau hat er Russland geraten, keine Nato-Alliierten in Osteuropa zu attackieren.

US-Präsident Barack Obama hat Russland vor jeder Aggression gegen Nato-Alliierte in Osteuropa gewarnt. In einer Grundsatzrede in Warschau erinnerte Obama am Mittwoch an Artikel 5 des Nato-Vertrages. Wer einen Verbündeten angreife, greife alle an, sagte Obama. Russlands Annexion der zur Ukraine gehörenden Krim zeige, dass freie Nationen zusammenstehen müssten. "Wir werden diese Annexion niemals akzeptieren", sagte Obama.

"Polen, und auch Litauen und Rumänien werden niemals alleine stehen", sagte Obama. Vielmehr stünden an ihrer Seite mit den USA die stärkste Militärmacht der Welt und mit der Nato eine unzerstörbare Allianz. "Das sind nicht nur Worte, das sind unverbrüchliche Verpflichtungen", rief Obama. Die Stärke der Nato richte sich aber nicht als Bedrohung gegen ein anderes Land.

"Die Zeiten von Imperien sind vorbei"

Mit Blick auf die Ukraine sagte Obama: "Jedes Volk und jedes Land hat das Recht, seine Zukunft selber zu bestimmen." Er fügte hinzu: "Die Zeiten von Imperien und Einflusssphären sind vorbei."

Obama nahm an den Feiern zum Gedenken an die ersten teilweise freien Wahlen in Polen am 4. Juni 1989 teil. Das Votum wurde zu einem Triumph für die polnische Bürgerrechtsbewegung und die Gewerkschaft Solidarnosc.