Rom Aigner wertet UN-Welternährungsgipfel als Erfolg


Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat die Vereinbarungen des UN-Welternährungsgipfels als einen Erfolg im Kampf gegen den Hunger gewertet.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat die Vereinbarungen des UN-Welternährungsgipfels als einen Erfolg im Kampf gegen den Hunger gewertet. Die Konferenz habe sich am Montag in Rom klar zu der Globalen Partnerschaft für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit bekannt, und alle hätten das Recht auf Nahrung erstmals bestätigt, sagte Aigner am Rande der Konferenz. "Damit geben wir den Startschuss für eine neue Struktur in der Zusammenarbeit in der Welternährung", so die Leitern der deutschen Delegation auf dem Gipfel der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO).

"Das Thema Ernährungssicherheit bleibt damit weit oben auf der internationalen Tagesordnung", fügte Aigner an. Es gehe dabei auch darum, dass die notwendigen politischen Programme von den Regierungen in den Entwicklungsländern selbst ausgehen müssten. Zu Kritik an der Gipfelerklärung, die keine konkreten finanziellen Verpflichtungen nennt, meinte Aigner: "Es wird immer Verbesserungen geben können, aber man wird vielleicht auch Schritt für Schritt vorgehen müssen." Angesichts von einer Milliarde hungernder Menschen bei steigender Weltbevölkerung "wissen wir, dass wir noch Hausaufgaben haben".

Die Ministerin wandte sich auch dagegen, die reichen G8-Länder anzuprangern, weil sie als die führenden Industriestaaten nicht ihre Staats- oder Regierungschefs nach Rom geschickt hätten - lediglich Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist auf der Konferenz präsent. Auf dem G8-Gipfel im Juli in L'Aquila hätten die größten Geldgeber Milliarden-Hilfe beschlossen und auf dem G20-Gipfel in Pittsburgh ihren Pakt bekräftigt, sagte Aigner. FAO-Chef Jacques Diouf mahnte am Montag die G8-Länder, die Zusagen auch zu erfüllen. Libyens Revolutionsführer Muammar el-Gaddafi hatte die Abwesenheit der reichen Länder in seiner Rede vor dem FAO-Gipfel kritisiert.

DPA DPA

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