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Ruanda Kongolesischer Rebellenführer stellt sich in US-Botschaft


Ihm werden Massenvergewaltigungen und der Einsatz von Kindersoldaten vorgeworfen: Rebellenführer Bosco Ntaganda wurde vom Internationanlen Strafgerichtshof gesucht - und hat sich nun selbst gestellt.

Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte mutmaßliche Kriegsverbrecher und Rebellenführer Bosco Ntaganda aus dem Kongo hat am Montag in der US-Botschaft in Kigali in Ruanda Zuflucht gesucht. Das teilte die ruandische Außenministerin Louise Mushikiwabo am Nachmittag mit. Ntaganda wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen zahlreicher Kriegsverbrechen während des Bürgerkriegs im Kongo vor knapp zehn Jahren gesucht.

Das US-Außenministerium in Washington erklärte, dass Ntaganda an den Internationalen Strafgerichtshof überstellt werden wolle. "Wir arbeiten derzeit mit einigen Regierungen, darunter der ruandischen Regierung, um seine Bitte zu ermöglichen", sagte Außenamtssprecherin Victoria Nuland.

600 M23-Rebellen wegen heftiger Kämpfe geflohen

Erst vor kurzem waren rund 600 Mitglieder der von Ntaganda gegründeten Rebellenorganisation M23 angesichts heftiger interner Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo ins benachbarte Ruanda geflohen. Unter den geflohenen Rebellen befinde sich auch der kürzlich entmachtete M23-Präsident Jean-Marie Runiga, teilte Mushikiwabo am Sonntag in Kigali mit.

Der desertierte kongolesische General Ntaganda wird vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag unter anderem wegen Massenvergewaltigungen und des Einsatzes von Kindersoldaten gesucht. Er selbst nennt sich "Der Terminator".

ger/DPA DPA

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