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Sanktionen im Atomstreit: Iran belächelt "Zuckerbrot und Peitsche" der EU

Der Iran hat die von der Europäischen Union gegen das Land verhängten neuen Sanktionen als "falsch und unlogisch" verurteilt.

Der Iran hat die von der Europäischen Union gegen das Land verhängten neuen Sanktionen als "falsch und unlogisch" verurteilt. Druck werde im Atomstreit zu gar nichts führen, erklärte der iranische Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast am Dienstag auf einer vom Staatsfernsehen übertragenen Pressekonferenz. Die EU- Außenminister in Luxemburg hatten sich am Montag in Luxemburg auf ein Bündel von Maßnahmen geeinigt, um den Iran zum Einlenken zu bewegen.

"Diese Politik von Zuckerbrot und Peitsche seitens der EU ist der falsche Kurs. Der Iran wird das nicht hinnehmen", fügte der Sprecher hinzu. Verhandlungen seien nur im "logischen Rahmen" möglich. Wenn des keine Kehrtwende in dieser Politik gebe, werde der Iran eine entsprechende Antwort gegen, sagte er ohne weitere Ausführung.

Auf das Angebot zu einer Wiederaufnahme der Verhandlung über das umstrittene Atomprogramm reagierte der Sprecher kühl. "Sie (die EU- Außenbeauftragte Catherine Ashton) hat bislang offenbar andere Prioritäten gehabt und verschiedene Chancen (für Gespräche) verpasst. Aber ihr Ansuchen wird dennoch geprüft."

Die EU-Sanktionen beinhalten unter anderem Einschränkungen beim Handel mit Gütern, die sowohl zivil als auch militärisch verwendet werden können. Sie sollen ergänzend zu den vom UN-Sicherheitsrat erst in der vergangenen Woche beschlossenen Sanktionen in Kraft treten.  

DPA / DPA