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Schlussplädoyers: Bradley Manning, der naive Gutmensch

Ist er ein Verräter - oder ein Held, der Kriegsgräuel im Irak anprangern wollte? Im Gerichtsverfahren gegen den Wikileaks-Informanten Bradley Manning wurden jetzt die Schlussplädoyers gehalten.

Es ist ein Selbstporträt von Bradley Manning, das seine Gegner besonders erzürnt. Kurz bevor der US-Obergefreite Hunderttausende streng vertrauliche Dokumente an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergab, posierte er vor einem Spiegel und fotografierte sich. Er hielt den Moment fest, der sein Leben verändern sollte. Für Staatsanwalt Ashden Fein ist dieses Bild der Beweis, dass der heute 25-Jährige eitel ist, dass er mit seinen Enthüllungen vor allem um die Gunst von Julian Assange buhlen wollte, dem Star der Whistleblower-Szene, der die Plattform Wikileaks weltweit berühmt machte. Manning habe Böses im Schilde geführt, wollte seinem Land bewusst Schaden zufügen, argumentiert die Anklage. Seit Anfang Juni läuft auf der Militärbasis Fort Meade im Ostküstenstaat Maryland der Prozess, das Urteil könnte am Wochenende gesprochen werden.

Vor mehr als drei Jahren wurde der Manning im Irak verhaftet, seitdem sitzt er hinter Gittern. Für die US-Regierung wurden seine Enthüllungen zum Informations-Desaster: Es sind Video-Aufnahmen von Luftangriffen im Irak und in Afghanistan. Zu sehen ist, wie das Militär Zivilisten tötet. Dazu gehören aber auch Berichte über Guantámao-Häftlinge und eine Viertelmillion Depeschen von amerikanischen Diplomaten.

Maninng hat viele Unterstützer

Noch heute kann sich jeder bei Wikileaks oder auf Youtube ansehen, wie US-Soldaten von einem Vorort von Bagdad gnadenlos Zivilisten massakrieren und dabei bestens gelaunt wirken. Das Video wurde zum Symbol für die Verrohung im Krieg und heizte weltweit die antiamerikanische Stimmung an, vor allem in arabischen Ländern.

Bei vielen Menschen - auch in den USA - gilt Manning als Held. Als einer, der sich traute, Gräueltaten anzuprangern und als jemand, dem die Informationsfreiheit über dem eigenen Wohl steht. Ein Bündnis aus Unterstützern will mit Spenden helfen, Mannings Prozesskosten zu tragen. Auf einer ganzseitigen Zeitungsanzeige in der "New York Times" schrieben sie: "Wir werden nicht nachgeben, bis dieser amerikanische Held frei ist."

Manning diente als Geheimdienst-Analyst in der US-Armee. Seine Motive beschreibt er wie folgt: "Wenn Du freien Zugang zu Geheimdokumenten hast", zitiert ihn ein Unterstützer-Netzwerk, "und Du unglaubliche, schreckliche Dinge siehst (...) Dinge, die an die Öffentlichkeit gehören (...) Was würdest Du tun?" Er fügte hinzu: "Ich möchte, dass die Menschen die Wahrheit sehen."

Nach den Worten der Verteidigung war Manning ein Idealist und ein Gutmensch, der Kriegsgräuel im Irak enthüllen wollte. "Er war ein junger Mann, naiv, aber mit guten Absichten", sagte der Verteidiger David Coombs in seinem Schlussplädoyer am Freitag. Combs zeigte auch das berühmt gewordene Video, in dem Soldaten von einem US-Kampfhubschrauber aus Zivilisten und Journalisten töten. "Er war besorgt, dass sich niemand darum zu kümmern schien", sagte Coombs. Manning habe gehofft, mit den Enthüllungen eine weltweite Debatte loszutreten.

"Have a good day", schrieb er unter seine Mails

Egal, ob man seine Taten als bewundernswert oder verwerflich bewertet - ein bisschen stolz schien er schon zu sein auf seinen Mut. "Have a good day", setzte er an das Ende seiner E-Mail an Wikileaks - "Schönen Tag noch".

Dem jungen Mann werden insgesamt mehr als 20 Vergehen zur Last gelegt, darunter Spionage, Diebstahl von US-Eigentum und unerlaubter Besitz sowie die vorsätzliche Weitergabe von Geheimdokumenten. Der schwerste Anklagepunkt lautet "Unterstützung des Feindes", wofür die Todesstrafe droht. Manning soll al-Kaida in die Hände gespielt haben. Die Todesstrafe droht Manning wohl nicht, der Staatsanwalt wird voraussichtlich lebenslang plus 154 Jahre Haft fordern.

Manning wuchs in einer Kleinstadt in Oklahoma im Mittleren Westen der USA auf und lebte mit seiner geschiedenen Mutter zeitweise in Großbritannien. Er galt laut US-Medienberichten als hochbegabt, interssierte sich für Computer und fürs Hacken. 2009 kam er mit seiner Truppe in den Irak. Dort soll er psychische Probleme bekommen und einen Zusammenbruch erlitten haben. Auch seine Homosexualität habe ihm Probleme bereitet.

Snowden und Assange dürften genau hinsehen

Spannend ist der Prozess auch für zwei Männer, die sich die USA ebenfalls zum Feind gemacht haben: den Enthüller des NSA-Spähprogramms, Edward Snowden, der noch immer auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo ausharrt, und Wikileaks-Gründer Julian Assange. Assange sitzt seit über einem Jahr in der ecuadorianischen Botschaft in London fest.

Beide müssen ebenfalls befürchten, in den USA wegen Geheimnisverrats angeklagt zu werden - allerdings nicht vor einem Militärstrafgericht. Dem langen Arm amerikanischer Behörden konnten sie sich bislang allerdings entziehen.

anb/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(