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Sendungsbewusstsein: Bush plant Demokratie-Korps

Zur Unterstützung junger Demokratien will US-Präsident George W. Bush ein Spezialkorps aus Diplomaten und anderen Regierungsbeamten zusammenstellen. Der Präsident gab auch erstmals Probleme im Nachkriegs-Irak zu.

"Dieses neue Korps wird auf Abruf bereit stehen, um Programme vor Ort binnen Tagen und Wochen in Gang zu bringen, anstatt von Monaten und Jahren", erklärte Bush laut vorab verbreitetem Redemanuskript vor dem Internationalen Republikanischen Institut (IRI) in Washington. Weiterhin gab Bush Probleme der USA im Nachkriegs-Irak zu.

Den Bedarf für eine solche zivile schnelle Eingreiftruppe begründet Bush mit den Schwierigkeiten bei der Einsetzung der ersten irakischen Übergangsregierung nach dem Sturz Saddam Husseins durch US-Truppen. Die Einsätze des Korps sollen von einem noch zu schaffenden Büro für Wiederaufbau und Stabilisierung koordiniert werden, das im US-Außenministerium angesiedelt werden soll. Für dieses Büro und einen neuen Fonds zur Konfliktlösung will Bush im Haushalt 2006 insgesamt 124 Millionen Dollar (rund 100 Millionen Euro) bereitstellen.

US-Streitkräfte sollen Unterstützung bekommen

Zudem sollten die US-Streitkräfte künftig verstärkt von Militärpolizei und Verwaltungsspezialisten unterstützt werden, damit Sie "Gesellschaften im Übergang von Krieg und Despotismus zu Freiheit und Demokratie" effektiver helfen könnten, heißt es in dem Redemanuskript. "Diejenigen, die ihre Freiheit einfordern, werden in den Vereinigten Staaten einen standhaften Verbündeten haben."

Die Bush-Regierung war kritisiert worden, weil sie keinen adäquaten Plan für den Irak nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein im Jahre 2003 hatten. Aufständische haben seitdem eine Vielzahl von Attentaten mit Hunderten von Toten verübt. Bush hat die Verbreitung der Demokratie im Nahen Osten und anderswo in der Welt zu einer der Hauptaufgaben seiner zweiten Amtszeit gemacht.

AP/DPA