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Historisches Treffen: China und Taiwan tauschen erstmals Spione aus

Zeichen der Annäherung: Nach versöhnlichen Gesprächen zwischen Chinas Präsident Xi und Taiwans Staatschef Ma, wurden inhaftierte Spione beider Seiten erstmals wieder auf freien Fuß gesetzt.  

Chinas Präsident Xi Jingping (r) und der Päsident von Taiwan Ma Ying-Jeou (l) tauschen zum ersten Mal inhaftierte Agenten aus.

Chinas Präsident Xi Jingping (r) und der Päsident von Taiwan Ma Ying-Jeou (l) tauschen zum ersten Mal inhaftierte Agenten aus

China und Taiwan haben zum ersten Mal inhaftierte Agenten ausgetauscht. Der Austausch habe bereits vor dem historischen Treffen von Chinas Präsident Xi Jinping und Taiwans Staatschef Ma Ying Jeou vor gut drei Wochen stattgefunden, teilte die Regierung in Taipeh mit. China ließ nach Angaben des taiwanischen Militärgeheimdienstes zwei Agenten frei, die seit 2006 wegen Spionage in China in Haft saßen. Im Gegenzug entließ Taiwan einen chinesischen Doppelagenten, der zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden war und seit 16 Jahren im Gefängnis saß.

Taiwans Staatschef Ma hofft nun auf weitere Fortschritte im Verhältnis beider Länder, wie sein Sprecher erklärte. Er hoffe darauf, dass "freundschaftliche Interaktionen" wie der Agentenaustausch zu weiteren "konkreten Ergebnissen" führten.

Ma und der chinesische Präsident Xi waren am 7. November zum ersten Mal seit dem Ende des Bürgerkriegs 1949 zu einem direkten Gespräch zusammengekommen. Das einstündige Treffen in Singapur begann mit einem langen Händedruck, eine gemeinsame Erklärung oder politische Abkommen gab es erwartungsgemäß nicht.

Konsens: Es gibt nur "ein China"

China betrachtet die dem Festland vorgelagerte Insel Taiwan seit der Revolution von 1949 als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an. 1992 fanden Peking und Taipeh einen Konsens. Demzufolge akzeptieren beide Seiten, dass es nur "ein China" gibt, interpretieren es aber jeder auf seine Weise.

Die angespannten Beziehungen verbesserten sich deutlich seit der Wahl von Ma im Jahr 2008. Bei der Präsidentschaftswahl im Januar, zu der Ma nicht erneut antritt, wird mit einer Niederlage seiner Kuomintang-Partei (KMT) und einem Sieg der oppositionellen Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) gerechnet. Diese betonte stets die Unabhängigkeitsbestrebungen der Insel.

hev / AFP
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