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Südkorea besorgt: Norddkorea schießt Artilleriesalven ins Meer

Nur Stunden nach einer ersten Serie von Artillerieschüssen hat Nordkorea am Mittwoch weitere Granaten nahe der umstrittenen innerkoreanischen Seegrenze in Richtung Südkorea abgefeuert.

Nur Stunden nach einer ersten Serie von Artillerieschüssen hat Nordkorea am Mittwoch weitere Granaten nahe der umstrittenen innerkoreanischen Seegrenze in Richtung Südkorea abgefeuert. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Armeequellen berichtete, begann das Feuer am Nachmittag (Ortszeit), nachdem bereits am Morgen die ersten Schüsse gefallen waren. Dutzende Granaten seien nördlich der Grenze nahe der südkoreanischen Insel Baengnyeong im Gelben Meer niedergegangen. Das Verteidigungsministerium in Seoul wollte die Angaben überprüfen.

Am Morgen war es nach amtlichen südkoreanischen Angaben zu einem Schusswechsel zwischen Nord- und Südkorea gekommen. Wie der südkoreanische Generalstab und das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilten, feuerte die an der Küste postierte nordkoreanische Artillerie zunächst mehrere Geschosse in Richtung Gelbes Meer ab. Die südkoreanische Armee habe mit Kanonenschüssen reagiert.

In dem Gebiet kommt es häufig zu Zwischenfällen. 2002 waren bei einem Schusswechsel zwischen Kriegsschiffen beider Seiten nach Angaben aus Seoul sechs südkoreanische Soldaten sowie 13 Nordkoreaner getötet worden. 1999 hatten südkoreanische Kriegsschiffe ein nordkoreanisches Patrouillenboot mit schätzungsweise 20 Seeleuten an Bord versenkt.

Offiziell befinden sich das stalinistisch regierte Nordkorea und das kapitalistische Südkorea noch immer im Kriegszustand, da beide Staaten nach dem Korea-Krieg (1950 bis 1953) kein Friedensabkommen schlossen.

AFP / AFP