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Syrien-Krise: Russland bestärkt Nein zu Militäreinsatz

Nein bleibt Nein: Russland hat erneut kategorisch sein Veto gegen einen Militäreinsatz in Syrien angekündigt. Auch Sanktionen gegen das Regime Assads werden von Russland nicht unterstützt, sagte Außenminister Sergej Lawrow.

Russland hat abermals kategorisch sein Veto gegen einen Militäreinsatz in Syrien angekündigt. Außenminister Sergej Lawrow sagte am Mittwoch in Moskau, mit Russland werde es im UN-Sicherheitsrat keinesfalls eine Unterstützung für Gewaltanwendung gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad geben. Auch Sanktionen werde seine Regierung nicht unterstützen. "Wenn jemand beabsichtigt, Gewalt anzuwenden, muss er es auf sein eigenes Gewissen nehmen", sagte Lawrow mit Blick auf Forderungen in westlichen Staaten, die Niederschlagung der Assad-Opposition militärisch zu stoppen.

Lawrow betonte, Russland habe seine Position mit China abgestimmt. Auch die Führung in Peking werde jeden Versuch vereiteln, über den UN-Sicherheitsrat eine Billigung militärischer Gewalt durchzusetzen. In Syrien schlagen Truppen Assads seit zehn Monaten gewaltsam Proteste nieder. Mittlerweile haben sich die Auseinandersetzungen stellenweise zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen starben bislang bereits mehr als 5000 Menschen bei den Auseinandersetzungen

roh/Reuters / Reuters