Terror von Paris Darum ist das Bataclan-Urteil ein historisches Beispiel für Menschlichkeit und Würde

In Paris hat das Sondergericht 19 Angeklagte für schuldig befunden
Eine Frau trauert vor dem Musikclub "Bataclan" in Paris
© Picture Alliance / DPA
In Paris sind die Urteile zu den Terroranschlägen vom 13. November 2015 gefallen. Dass aus dem historischen Ereignis zugleich eine Demonstration der Menschlichkeit wurde, ist den Angehörigen und Betroffenen zu verdanken.

Um kurz nach 20 Uhr wurden die Angeklagten in den Gerichtssaal geführt: 19 Mal lautete das Urteil "schuldig" in sämtlichen gegen sie vorgebrachten Punkten. Der Hauptangeklagte Salah Abdeslam, einziger Überlebender des Terrorkommandos vom 13. November 2015 in Paris, wurde wegen Mordes und maßgeblicher Beteiligung an den Anschlägen zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Höchstmaß. Das Urteil erlaubt keine Möglichkeit zur Anpassung für die Dauer von 30 Jahren – es ist die härteste Strafe Frankreichs. Damit endete am Abend des 29. Juni 2022 die juristische Aufarbeitung der Mordnacht, die das Land verletzt, aber nicht ohnmächtig zurückgelassen hat.


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