Trotz Siedlungsbau-Affront Israel bleibt "strategischer Partner" der USA


Trotz des Streits um den Siedlungsbau haben die USA die enge Partnerschaft mit Israel bekräftigt. Israel bleibe ein "strategischer Partner" der Vereinigten Staaten.

Trotz des Streits um den Siedlungsbau haben die USA die enge Partnerschaft mit Israel bekräftigt. Israel bleibe ein "strategischer Partner" der Vereinigten Staaten, sagte Außenamtssprecher Philip Crowley am Montag in Washington.

Dennoch erwarte die US-Regierung eine "formelle Antwort" der israelischen Regierung auf die Kritik an dem umstrittenen Bauprojekt in Ost-Jerusalem. Israels Innenminister Eli Jischai hatte während des Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden vergangene Woche überraschend angekündigt, dass Israel im arabischen Ostteil der Stadt 1600 neue Wohnungen bauen werde. Die Pläne stießen international auf scharfe Kritik.

Abgeordnete der oppositionellen Republikaner im US-Kongress nahmen Israel unterdessen gegen die Kritik in Schutz. Der als kompromissloser Israel-Freund bekannte Senator Sam Brownback schrieb in einer Erklärung zur Kritik der US-Regierung, ein Wochenende voller Kritik an Israel sei schwerlich als "Schritt nach vorn in Richtung Frieden" zu begreifen. Nach Brownbacks Meinung wäre es besser, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen und sich verstärkt der "wachsenden iranischen Atom-Bedrohung" zuzuwenden.

Jerusalem wird international nicht als Hauptstadt Israels anerkannt. Im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzte Israel den Ostteil der Stadt und annektierte ihn später. Inzwischen haben sich nach Behördenangaben rund 200.000 Israelis in etwa zehn jüdischen Siedlungen in Ost-Jerusalem niedergelassen.

AFP AFP

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