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Parlamentswahl in Tunesien: Auf dem Weg zur Demokratie

Wahl in Tunesien: Vier Jahre nach dem "Arabischen Frühling" können 5,2 Millionen Tunesier ihre Stimme für ein neues Parlament abgeben. Die Wahl gilt als wichtiger Schritt in Richtung Demokratie.

Mehr als 5,2 Millionen registrierte Wähler sind in Tunesien aufgerufen, über ein neues Parlament abzustimmen.

Mehr als 5,2 Millionen registrierte Wähler sind in Tunesien aufgerufen, über ein neues Parlament abzustimmen.

Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen hat am Sonntagmorgen in Tunesien die Parlamentswahl begonnen. Mehr als 5,2 Millionen registrierte Wähler sind landesweit aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Vor den Schulen, in denen im Zentrum der Hauptstadt Tunis gewählt wird, reihen sich Männer und Frauen in lange Warteschlangen ein. Polizisten und Soldaten sichern die Straßen ab, Sicherheitskräfte in Zivil beobachten die Umgebung. Aus Angst vor Terroranschlägen militanter Islamisten sind mehr als 70.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz.

Offizielles Ergebnis innerhalb eines Monats

Die Abstimmung ist fast vier Jahre nach den Umstürzen im Arabischen Frühling ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Demokratie. Bei der ersten Abstimmung 2011 wurde die islamistische Ennahda stärkste Kraft.

Mit der säkularen Allianz Nidaa Tounes gibt es diesmal starke Konkurrenz. Deren Anhänger geben sich in den Wahlbüros im Mittelklassebezirk Lafayette zu erkennen. "Es wird Zeit, dass Demokraten in Tunesien die Macht übernehmen und nicht die Islamisten", argumentieren sie. Die Wahl sei ein wichtiger Schritt für das Land.

Das offizielle Ergebnis der Parlamentswahl wird innerhalb eines Monats erwartet. Seit Jahresbeginn hat Tunesien eine neue, moderne Verfassung. Bis zum Jahresende wird ein neuer Präsident gewählt. Damit soll der Transformationsprozess in dem nordafrikanischen Land mit rund elf Millionen Einwohnern abgeschlossen sein.

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