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Unruhen in Thailand: Regierung wägt Gesprächsangebot ab

Nach tagelangen Straßenkämpfen in Bangkok steht seit Dienstag ein neues Vermittlungsangebot im Raum.

Regierung und Protestbewegung in Thailand unternehmen nach tagelangen Straßenkämpfen einen neuen Anlauf für eine Verhandlungslösung. Die in Bangkok verschanzten "Rothemden" stimmten am Dienstag der Aufnahme von Gesprächen unter Vermittlung des Senats zu, wie Weng Tojirakarn von der Führung der Oppositionsbewegung auf einer Pressekonferenz mitteilte. Dabei gebe es keine Bedingungen.

Die Regierung in Thailand hat indes noch nicht entschieden, ob sie Verhandlungen mit den Protestierenden zur Entschärfung der Lage aufnehmen will. "Wir haben noch keine Meinung dazu. Der Regierungschef wurde informiert, hat aber ummittelbar keinen Standpunkt in der Frage", sagte ein Regierungssprecher am Dienstag. Von oberster Priorität sei es, die Unruhen zu beenden, bei denen Zivilisten ums Leben kämen, sagte er. "Wir lehnen das Gesprächsangebot weder ab noch nehmen wir es an."

Gleichwohl kam es auch am Dienstag noch zu sporadischen Zusammenstößen. Bei den Straßenkämpfen kamen seit Donnerstag vergangener Woche 37 Menschen ums Leben, 266 wurden verletzt. Die Sicherheitskräfte nahmen am Dienstag einen zwölfjährigen Jungen fest, der während der Unruhen mehrere Gebäude in Brand gesetzt haben soll. Es wird geschätzt, dass sich noch etwa 3.000 Demonstranten in einem mit Barrieren gesicherten Gebiet im Stadtzentrum aufhalten.

Der Machtkampf begann Mitte März, als mehrere zehntausend Menschen aus verarmten Dörfern in die Hauptstadt strömten und den Rücktritt der Regierung forderten. Diese kam der Protestbewegung entgegen und erklärte sich zu Neuwahlen bereit. Eine Einigung scheiterte aber an Detailfragen.

APN/DPA/Reuters / DPA / Reuters