US-General Stanley McChrystal Aus dem Kriegsgebiet in den Ruhestand


Ein Interview im Rolling Stones Magazin hat Stanley McChrystal seinen Job gekostet. Jetzt zieht der 55-jährige US-General weitere Konsequenzen: Der ehemalige Kommandeur der internationalen Truppen in Afghanistan will seine Militärkarriere beenden und in den Ruhestand gehen.

Der von US-Präsident Barack Obama von seinem Amt als Oberkommandeur in Afghanistan entlassene General Stanley McChrystal geht in den Ruhestand. Der 55-Jährige habe die Streitkräfte über entsprechende Pläne informiert, sagte ein Armeesprecher am Montag. Da noch Formalitäten zu erledigen sein, gebe es noch keinen genauen Termin.

Präsident Barack Obama hatte sich vorige Woche von seinem Kommandeur in Afghanistan getrennt, nachdem sich McChrystal und enge Vertraute in einem Zeitschriften-Artikel abfällig über mehrere Regierungsmitglieder und Diplomaten geäußert hatten. So hatte beispielsweise ein Mitglied von McChrystals Team den Nationalen Sicherheitsberater James Jones als "Clown" bezeichnet.

Am Dienstag sollte unterdessen im US-Senat das Bestätigungsverfahren von McChrystals Nachfolger beginnen, dem ehemaligen Oberbefehlshaber im Irak, David Petraeus. Der General leitet derzeit das US-Zentralkommando und muss noch vom Senat bestätigt werden. Das gilt aber als sicher.

Die von der NATO geführte Afghanistan-Schutztruppe ISAF werde weiter nach der von McChrystal entwickelten Strategie eingesetzt, erklärte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. "Auch wenn er nicht mehr der Kommandeur sein wird, so bleibt die von ihm eingeführte Herangehensweise doch die richtige."

APN/DPA DPA

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