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US-Whistleblower Snowden: NSA arbeitet angeblich an Cyberkrieg-Programm

"MonsterMind" soll das Programm heißen, an dem die NSA nach Angaben von Edward Snowden tüftelt. Cyberangriffe könnten durch das Computersystem abgewehrt werden - irgendwann ohne menschliches Zutun.

Der US-Geheimdienst NSA arbeitet nach Angaben des Whistleblowers Edward Snowden an einem Cyberkrieg-Programm, das ohne menschliches Zutun auf Angriffe reagieren kann. In einem Gespräch mit dem US-Magazin "Wired" meinte Snowden, das Programme namens "MonsterMind" (Monstergehirn) könne eines Tages derart weiterentwickelt werden, dass es automatisch zurückschießt.

Wie "Wired" weiter unter Berufung auf Snowden berichtet, ziele das Programm darauf ab, verdächtige Cyberattacken aufzuspüren und diese daran zu hindern, in den USA Schaden anzurichten.

"Massive Bedrohung für Privatsphäre"

Snowden bezeichnete das Programm nach Angaben von "Wired" zugleich als eine massive Bedrohung für die Privatsphäre der Amerikaner, da es notwendig wäre, sämtliche Datenkommunikation zu überwachen, die in die USA gelangen. Diese Überwachung gelte "für jeden, für immer", zitiert "Wired" den früheren NSA-Mitarbeiter Snowden.

Snowden lebt seit seinen ersten Enthüllungen über weltweite Spähprogramme des NSA vor einem Jahr im Asyl in Russland. Erst vor wenigen Tagen hatte der 31-Jährige eine Aufenthaltsgenehmigung für weitere drei Jahre erhalten.

kis/DPA / DPA