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Coronavirus Einheimische blockieren Grenzstraßen: Mexiko fürchtet sich vor Touristen aus den USA

US-Grenzbeamte kontrollieren Fahrzeuge an der Grenze zu Mexiko
US-Grenzbeamte kontrollieren Fahrzeuge an der Grenze zu Mexiko
© Guillermo Arias / AFP
Weil in den USA so viele Menschen mit Corona infiziert sind, fürchten sich die Nachbarländer vor einer Grenzöffnung. Ein Großteil der Kanadier und viele Mexikaner entlang der Grenze fordern, dass sie geschlossen bleibt.

Normalerweise ist es eher die andere Seite der Grenze, die streng bewacht wird. US-Präsident Trump will an ihr entlang sogar eine Mauer bauen, um Migranten aus Mexiko fernzuhalten. Doch neuerdings fürchtet man sich eher auf der Südseite vor Migration - als Folge des Coronavirus. Kein Land der Welt hat mehr Todesfälle zu verzeichnen als die USA, rund 135.000 Opfer sind es von mehr als drei Millionen bestätigten Fällen. In Mexiko, das etwas mehr als ein Drittel der Einwohner der USA hat, sind bislang knapp 33.000 Menschen bei rund 275.000 bestätigten Infektionen gestorben.

Aufgrund einer Einigung beider Länder ist der Grenzverkehr aktuell ohnehin darauf beschränkt, dass die Grenze von beiden Seiten nur überquert werden darf, wenn es "notwendig" ist. Die Abmachung gilt noch bis zum 21. Juli. Medienberichten zufolge sollen mehrere mexikanische Grenzstädte bereits bei der Regierung darum gebeten haben, diese Restriktionen in jedem Fall aufrecht zu erhalten.

Mexikaner blockieren Grenzsstraßen

Wie die britische Tageszeitung "Guardian" berichtete, nahmen manche Mexikaner den Grenzschutz zudem selbst in die Hand – ebenfalls ein Konzept, das ansonsten eher Anhänger auf der nördlichen Seite der Grenze hat. Demnach blockierten am Wochenende mexikanische Anwohner südlich von Arizona mit ihren Fahrzeugen die Straßen nach Puerto Penasco, einem Strandort, der bei US-Touristen besonders beliebt sei. Sie planten, auch diese Woche die Blockade zu wiederholen, hieß es. Der Bürgermeister von Sonyota bat Touristen in einem Statement darum, nicht nach Mexiko zu reisen. Einige Südstaaten der USA, wie Arizona und Texas, erlebten zuletzt drastische Anstiege von Corona-Fallzahlen.

Sehen Sie im Video: Schmutziges Abwasser färbt kristallklares Meer in Acapulco pechschwarz. Dieser Tage am weltberühmten Strand von Acapulco in Mexiko: Laut diesen Bildern, die von der Quelle "Acapulco von meinem Fenster aus" stammen, wird hier massiv Schmutzwasser in das Küstengewässer geleitet. Die Veröffentlichung dieser Bilder hat große Sorgen wegen einer etwaigen Umweltverschmutzung nach sich gezogen. Die Bucht von Acapulco gilt noch immer als eine der "Perlen des Pazifik". Laut einem Augenzeugen soll hier etwa 25 Minuten lang Schmutzwasser unter hohem Druck in den Ozean geflossen sein. Das Wasser habe stark gestunken, es sei ekelhaft gewesen. Die Verwaltung des Bundesstaates Guerrero ließ daraufhin verlauten, die dunkle Flüssigkeit sei nicht Teil des offiziellen Abwassersystems gewesen und sei auch nicht wegen einer Havarie eines Abwassertankes ausgeflossen. Das Büro für Umwelt und natürliche Ressourcen hat eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Acapulco war in den sechziger Jahren als Reiseziel berühmt geworden, auch dank Star s wie Liz Taylor und Elvis Presley. Doch wegen Problemen mit Kriminalität, Drogenhandel und nicht zuletzt Umweltschäden hatte es die Region schon schwer, bevor sich die aktuelle Corona-Pandemie entwickelte.
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Auch die nördlichen Nachbarn der USA sind nicht unbedingt erpicht darauf, dass US-Amerikaner wieder in ihr Land kommen. Laut einer Umfrage wollen 81 Prozent der Kanadier, dass ihre Grenze zu den USA weiterhin geschlossen bleibt. Die Kanadier hatten sich ebenfalls verpflichtet, den Grenzverkehr bis zum 21. Juli auf das "Notwendige" zu beschränken. Nördlich der Grenze gibt es bislang weniger Corona-Fälle als in den USA Menschen an dem Virus gestorben sind. Allerdings leben in Kanada auch nur knapp 38 Millionen Menschen, verglichen mit fast 330 Millionen US-Bürgern. 

Quellen: CNN / "The Guardian" / "The Globe and Mail"Homeland Security / Statement Bürgermeister Sonoyta

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