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Kevin McCarthy "Wird hart, sie nicht zu schlagen": Top-Republikaner sinniert über Gewalt gegen Pelosi

Kevin McCarthy, Anführer der Republikaner im US-Repräsentantenhaus
Kevin McCarthy, Anführer der Republikaner im US-Repräsentantenhaus
© Alex Wong / Getty Images / AFP
Was offenbar ein Scherz sein sollte, bringt Top-Republikaner Kevin McCarthy nun scharfe Kritik ein: Der Minderheitsführer im US-Repräsentantenhaus hat darüber sinniert, seine demokratische Gegenspielerin Nancy Pelosi mit einem Hammer zu schlagen. 

Der Anführer der Republikaner im US-Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, sieht sich mit Rücktrittsforderungen konfrontiert, nachdem er darüber gescherzt hatte, die demokratische Präsidentin des Hauses, Nancy Pelosi, mit einem Hammer schlagen zu wollen.

Bei einem Spendendinner im US-Bundesstaat Tennessee zeigte sich McCarthy am Samstag zuversichtlich, bei den Midterm-Wahlen im kommenden Jahr wieder die Mehrheit im Repräsentantenhaus erlangen zu können. Bei der Veranstaltung wurde ihm dann eine überdimensionale Version des Hammers, dem Erkennungszeichen des Präsidenten des Repräsentantenhauses, überreicht.

Daraufhin scherzte McCarthy nach Angaben von anwesenden Journalisten, sollte die jetzige Mehrheitsführerin Pelosi ihm nach den Wahlen den Hammer überreichen müssen, werde es ihn große Überwindung kosten, sie nicht damit zu prügeln. "Ich möchte, dass Sie zuschauen, wie Nancy Pelosi mir den Hammer reicht. Es wird hart, sie damit nicht zu schlagen", sagte McCarthy, wie in einem Audiomitschnitt zu hören ist, den das Lokalmedium "Main Street Nashville" veröffentlichte.

"Gewalt gegen Frauen ist kein Witz"

Die demokratischen Abgeordneten Ted Lieu und Eric Swalwell aus Kalifornien forderten McCarthy am Sonntag auf, sich bei Pelosi zu entschuldigen oder zurückzutreten. "Gewalt gegen Frauen ist kein Witz", schrieb die demokratische Abgeordnete Teresa Leger Fernández aus New Mexico im Kurzbotschaftendienst Twitter.

"Äußerungen wie diese führten zu Gewalt und Tod im US-Kapitol" twitterte die demokratische Abgeordnete Debbie Dingell aus Michigan.

Die Kapitol-Erstürmung am 6. Januar gilt als schwarzer Tag in der Geschichte der US-Demokratie. Radikale Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump hatten den Sitz des Kongresses angegriffen, als dort der Wahlsieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November zertifiziert werden sollte. Im Zuge der Gewalt kamen fünf Menschen zu Tode, darunter ein Polizist.

Trump hatte zuvor bei einem Auftritt vor Anhängern in Washington seinen völlig unbelegten Vorwurf des massiven Wahlbetrugs wiederholt und seine Zuhörer aufgefordert, zum Kapitol zu marschieren und "auf Teufel komm raus zu kämpfen".

fs AFP

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