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Venezuelas Friedensplan für Libyen Arabische Liga berät über Chavez Vorschlag


Venezuela hat einen Friedensplan für Libyen entwickelt. Der liegt nun bei den Ländern der Arabischen Liga. Eine Einigung darüber gibt es allerdings noch nicht. Nach Angaben von Al-Dschasira soll eine internationale Delegation zwischen Gaddafi und den Protestgruppen vermitteln. Die Nachricht beruhigt vorerst die Lage auf dem Ölmarkt.

Die Arabische Liga führt Verhandlungen über einen Friedensplan für Libyen. Das bestätigte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Über den von Venezuelas Präsident Hugo Chavez vorgeschlagenen Plan sei aber noch keine Einigung erzielt worden, sagte Mussa. Zuvor hatte der Fernsehsender Al-Dschasira berichtet, der libysche Machthaber Muammar Gaddafi und sein Verbündeter Chavez hätten sich bereits auf den Plan für ein Ende der Gewalt in dem nordafrikanischen Land verständigt.

Mussa sagte, die Liga sei über den Plan informiert worden und am Mittwoch habe man mit mehreren Ländern darüber beraten. Ob und wann es eine Frist für die Beratungen gebe, sagte er nicht. Al-Dschasira zufolge soll eine Delegation aus Lateinamerika, Europa und dem Nahen Osten versuchen, eine Annäherung zwischen Gaddafi und den libyschen Aufständischen auf dem Verhandlungswege herbeizuführen. Vom Auswärtigen Amt in Berlin war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Berichte über den Friedensplan sorgten am Ölmarkt für Entspannung: Der Ölpreis gab deutlich nach. Die führende Nordseesorte Brent verbilligte sich um drei Dollar je Barrel auf 113,35 Dollar. Die Krise im wichtigen Ölexportland Libyen hat am Markt die Angst vor einem großen Schock ausgelöst und den Preis nach oben getrieben. Die Unruhen in Libyen gehen bereits in die dritte Woche.

Reuters Reuters

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