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Nach Festnahme im Libanon Irak bezweifelt Identität von Ehefrau des IS-Anführers


Libanesische Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben eine Ehefrau des IS-Chefs festgenommen. Doch der Irak hegt Zweifel an ihrer Identität: Al-Bagdadi habe keine Frau mit diesem Namen.

Der Irak bezweifelt, dass eine der Frauen des selbsternannten Kalifen Abu Bakr al-Bagdadi im Libanon festgenommen wurde. Die Frau des Anführers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wurde demnach verwechselt. Nach einem Schreiben des irakischen Innenministeriums, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, soll es sich um die Schwester eines im Irak inhaftierten Extremisten handeln.

Demnach hätten die libanesischen Sicherheitskräfte eine Sadscha al-Dulaimi festgenommen. Sie sei eine Schwester des im Irak zum Tode verurteilten Omar al-Dulaimi. Der Dschihadist soll im Irak für mehrere Bombenanschläge verantwortlich sein.

Al-Bagdadi habe nach Kenntnissen des irakischen Geheimdienstes zwei Frauen namens Isra Radschab al-Kaisi und Fausi al-Dulaimi. Es wird angenommen, dass die beiden Al-Dulaimis verwechselt wurden.

Die im Libanon festgenommene Sadscha sei eine nach Syrien geflohene Irakerin. Im Bürgerkriegsland sei sie zunächst von syrischen Behörden festgenommen worden und im März bei einem Gefangenenaustausch mit der islamistischen Al-Nusra-Front wieder freigekommen. Die Nusra-Front hatte dafür mehrere orthodoxe griechische Nonnen freigelassen.

amt/DPA DPA

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