Vorwahlen der US-Republikaner McCain greift nach der Kandidatur


Die entscheidenden Delegiertenstimmen hat Haudegen John McCain diesmal noch nicht einfahren können. Aber durch Siege in entscheidenden Staaten hängte der Vietnamkriegsveteran die Konkurrenz ab. Damit hat er beste Chancen, der Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden.

Bei der Rede vor seinen Fans hat John McCain es dann auch selbst zugegeben: Spätestens seit diesem Dienstag ist er der Spitzenreiter im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Aus dem Wahlmarathon am "Super Dienstag" ist der 71-Jährige als klarer Favorit bei der Kandidatenkür der Republikaner hervorgegangen.

Der Vietnamkriegsveteran konnte sich in den wichtigen Bundesstaaten Kalifornien, New York und New Jersey sowie in sechs weiteren Staaten gegen seine Rivalen Mitt Romney und Mike Huckabee durchsetzen. Vor jubelnden Anhängern in Phoenix erklärte sich McCain deshalb folgerichtig selbst zum Spitzenkandidaten für den Nominierungsparteitag im Sommer und fügte hinzu: "Dagegen habe ich wirklich nichts."

Wo war welcher Kandidat bislang siegreich?
John McCain"Super Tuesday"Arizona, Connecticut, Delaware, Illinois, Kalifornien, Missouri, New Jersey, New York, OklahomaZuvorFlorida, New Hampshire, South Carolina
Mitt Romney"Super Tuesday"Alaska, Colorado, Massachusetts, Minnesota, Montana, North Dakota, UtahZuvorMichigan, Nevada, Wyoming
Mike Huckabee"Super Tuesday"Alabama, Arkansas, Georgia, Tennessee, West Virginia
ZuvorIowa

Romney und Huckabee bleiben im Rennen

Nach einer Zählung des US-Senders CNN kommt McCain auf 487 Delegierte, sein Konkurrent Mitt Romney auf 176 und Mike Huckabee auf 122. Um auf dem Parteitag zu gewinnen, muss ein Bewerber mindestens 1191 der insgesamt 2380 Delegiertenstimmen auf sich vereinen.

Die Ex-Gouverneure Romney und Huckabee betonten allerdings, dass sie weiterhin im Rennen bleiben würden. Romney hatte in sechs Staaten Siege verbuchen können "Dieser Wahlkampf geht weiter", betonte er. Huckabee gewann in fünf Bundesstaaten. McCain hatte sich erst in den vergangenen Wochen als Favorit der Republikaner herauskristallisiert, nachdem sein Wahlkampf schon für aussichtslos erklärt worden war und er zeitweise unter Geldmangel litt.

DPA DPA

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