Watergate-Affäre Informant "Deep Throat" enttarnt sich


Er war die legendäre Quelle, die die entscheidenden Einzelheiten im Watergate-Skandal weitergab und damit zum Sturz von US-Präsident Richard Nixon beitrug.

Nach 30 Jahren hat das Schweigen ein Ende: Der legendäre Informant des Watergate-Skandals, "Deep Throat" genannt, offenbarte seine Identität. Die ehemalige Nummer 2 der US-Bundespolizei FBI, Mark Felt, war "Deep Throat".

Nach 30 Jahren der Verschwiegenheit bestätigten die beiden Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein die Identität des Mannes, der ihre Recherchen über die Machenschaften der Nixon-Regierung entscheidend gestützt hatte. Felt hatte sich in einem Interview der Zeitschrift "Vanity Fair" zu seiner damaligen Rolle bekannt. Er ist inzwischen 91 Jahre alt und lebt in Santa Rosa im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Identität von "Deep Throat" war eines der best gehüteten Geheimnisse in der US-Hauptstadt. Der Watergate-Skandal nahm seinen Anfang mit einem Einbruch in der Zentrale der Demokraten und führte 1974 zum einzigen Rücktritt eines US-Präsidenten überhaupt. Nixon kam mit seinem Rücktritt einer Amtsenthebung zuvor. Ausgangspunkt des Polit-Skandals war ein Einbruch in die Wahlkampfzentrale der oppositionellen Demokraten im Juni 1972. Nixon soll die Vertuschung der Affäre angeordnet haben. Die genaue Verwicklung des Präsidenten ist allerdings bis heute nicht geklärt.

Offenbar hatte Felts Familie den 91-Jährigen dazu gedrängt, sich zu seiner damaligen Rolle zu bekennen. Sie wusste bereits seit 2002 davon und hatte wiederholt Kontakt mit Woodward aufgenommen. Sein Großvater "ist ein amerikanischer Held, der seine Pflicht mehr als erfüllt hat und dabei ein hohes Risiko für sich selbst eingegangen ist, um sein Land vor einer abscheulichen Ungerechtigkeit zu bewahren", sagte Enkel Nick Jones in Santa Rosa.


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