Zahlen und Fakten Russische Superlative


Von Sonja Hartwig

• Moskau, mit mehr als zehn Millionen Einwohnern größte Stadt Europas, hat die niedrigste Arbeitslosenquote aller europäischen Hauptstädte - offiziell liegt sie unter einem Prozent.
• Über 100 Millionen TV-Zuschauer erlebten am 24. Mai den Triumph von Dima Bilan. Der 26-Jährige holte mit "Believe" den Titel im European Song Contest nach Russland. Für diesen Sieg wurde so viel Geld wie noch nie zuvor bei einem Grand Prix investiert: Man spricht von sechs Millionen Euro.
• Keine Nation hat mehr olympische Medaillen im Eiskunst-Paarlauf. Seit 1964 Ljudmila Beloussowa und Oleg Protopopow das deutsche Traumpaar Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler schlugen, gab es für die Russen immer Gold.
• In keinem anderen Land der Welt werden so viele Diamanten produziert. 2003 waren es 36 Millionen Karat im Wert von 1,67 Milliarden Dollar. Direkt dahinter Botsuana mit 30 Millionen Karat. Südafrika liegt auf Platz sechs der Rangliste.
• Noch ist das Straßenbild in Moskau von alten Rostlauben geprägt - doch im ersten Halbjahr 2008 wurden 1,645 Millionen neue Autos zugelassen, erstmals mehr als in Deutschland (1,63 Millionen). Hält der Trend an, werden es bis Jahresende 3,8 Millionen Neuzulassungen sein. Europaweit belegt Russland drei Jahre früher als prognostiziert Platz eins.
• Mit 1637 Metern ist der Baikalsee im Herzen Sibiriens der tiefste und mit 25 Millionen Jahren der älteste See der Welt. Kein Binnensee hat mehr Wasser - mehr als die Ostsee.
• Mit 4,64 Millionen Quadratmetern ist in Russland seit 2007 dreimal so viel neue Ladenfläche entstanden wie im zweitplatzierten Polen mit 1,49 Millionen Quadratmetern. Deutschland liegt mit 0,88 Millionen auf Platz acht.
• Eishockey war für Russland die Fortsetzung des Kalten Kriegs auf Kufen. Die ganze Nation litt unter der Schmach, dass seit 1993 das abtrünnige Tschechien, der Erzrivale USA oder die Kanadier besser waren. Welch ein Triumph, als die russische Mannschaft im Mai endlich wieder die beste war und Weltmeister wurde.
• Die Präsidentensuite für 14.700 Euro, das Frühstück für 1000 Euro - im Ritz-Carlton können die Superreichen wie die Zaren übernachten. Nirgendwo auf der Welt sind die Preise so hoch wie in den Moskauer Luxushotels. Auch die Mittelschicht muss tief in die Tasche greifen: Eine Übernachtung in der russischen Hauptstadt kostet im Schnitt 283 Euro, in Frankfurt sind es 120 Euro.
• In keiner Stadt leben mehr Dollar-Milliardäre als in Moskau: 74 gegenüber 71 in New York. Symbol ihres Reichtums sind Yachten wie die von Roman Abramowitsch. Insgesamt gibt es in Russland 87 Milliardäre - Platz eins in Europa, weltweit Platz zwei hinter den USA. Deutschland hat 59 Milliardäre.
• Russland ist der größte Mobilfunkmarkt Europas mit 170 Millionen Handys. Auf je 100 Einwohner entfallen 119,3 Geräte, in Deutschland sind es 117,6.
• Moskau ist für ausländische Manager das weltweit teuerste Pflaster, noch vor Tokio und London. So eine US-Studie, die Ausgaben für Miete, Haushaltsführung, Verkehr, Kleidung, Lebensmittel und Unterhaltung ermittelte. Die teuersten deutschen Städte auf der Liste sind München, Berlin und Frankfurt.

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