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Fragwürdiger Scherz Bild von SPD-Politiker neben Waffe: Junge Union blamiert sich auf Twitter


Die Junge Union NRW hat sich einen fragwürdigen Scherz auf Twitter erlaubt: Sie bastelten ein Fahndungsplakat aus dem Gesicht des SPD-Politikers Thomas Kutschaky – und platzierten es auf einem Tisch neben einem Revolver und Patronen. 

Die Junge Union hat ein Bild auf Twitter veröffentlicht, das ihnen Ärger eingehandelt hat: Darauf zu sehen ist das Gesicht des SPD-Politikers Thomas Kutschaty auf einem Fahndungsplakat. Das platzierten sie mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms auf einen Tisch, auf dem auch ein Revolver und Patronen liegen. Darunter ist zu lesen: "Thomas Kutschaty – Zechpreller an der jungen Generation".

Mit dem Plakat wollte die Junge Union nach eigenen Aussagen "mit Witz und Ironie auf die Wild-West-Rede von Thomas Kutschaty reagieren." Kutschaty hatte laut dem Journalisten Peter Poensgen im Landtag gesagt, die Staatskanzlei quelle vor neuen Mitarbeitern über, während die Geschäftsstellen der Jungen Union so aussähen "wie ein verlassener Saloon im Wilden Westen".

"Unglaublich, was ist bei der JU kaputt?"

Das Scherz-Plakat der Jungen Union kam jedoch gar nicht gut an und löste scharfe Kritik aus – vor allem vor dem Hintergrund, dass dem CDU-Regierungspräsidenten Walter Lübcke 2019 von einem Rechtsextremen in den Kopf geschossen wurde. Der grüne Lanstagsabgeordnete Matthi Bolte schrieb: "Unglaublich, was ist bei der JU kaputt, dass sie einen Politiker mit Steckbrief, Pistole und Patronen suchen? Kümmern Sie sich darum, aber bitte schleunigst, Armin Laschet!"

Die Junge Union reagierte und löschte das Bild schließlich von Twitter. Es habe bei vielen "völlig unbeabsichtigte Assoziationen" hervorgerufen. 

Mittlerweile hat sich auch Kutschaty selbst dazu geäußert. Der Vorsitzende der Jungen Union NRW, Florian Braun, habe sich persönlich bei ihm entschuldigt. Kutschaty twitterte daraufhin: "Entschuldigung angenommen." 

ame

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