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Abschied von der Popdiva: Chronik der Trauerfeier für Whitney Houston

Große Gefühle in der kleinen Baptistenkirche in Newark. Kevin Costner verabschiedete Whitney Houston in einer berührenden Rede, Alicia Keys und Stevie Wonder sangen. Die Chronik der Trauerfeier.

+++21:50+++ Das letzte Lied: "I will always love you" +++

Sie spielen "I will always love you" vom Band. Es ist Whitneys Stimme, während sie selbst im Sarg die Kirche verlässt. Die Familie fasst sich an den Händen. Jetzt erhält die Sängerin ihr letztes Geleit. Was für ein Moment! Houstons Mutter in Tränen aufgelöst, ihre Tochter Bobby-Christina muss gestützt werden....Das war es. Die Kamera verlässt die Kirche. Rest in Peace, Whitney Houston.

+++21:40+++ Trauerfeier näher sich dem Ende+++

Auch der Pastor muss zugeben: "Whitney hat uns zu früh verlassen." Er zählt all die Menchen auf, deren Leben von Whitney Houston berührt wurde. Noch einmal singt er voll Gefühl, diesmal mit dem Gospelchor gemeinsam. Die Trauernden erheben sich, der Sargschmuck wird aus der Kirche getragen. Ein erhebender, angemessener Moment. Alle wenden sich dem Sarg zu. Die Familie geht herum und bedankt sich bei den Anwesenden, während der Chor weiter performt.

+++21:18+++ Der Pastor wendet sich an die Trauergemeinde +++

Ein unterhaltsamer Pastor mit überraschendem Gesangstalent spricht zu den Trauernden. Er wechselt ein wenig das Thema und spricht über den Glauben. Die Abschiedsfeier ist tief religiös und zeigt so eine Seite der Houston-Familie, die im Zuge der Skandale um Whitney Houston weniger Beachtung fand

+++21:11+++ Auftritt der Winans-Familie +++

Die Winans-Familie ist eine Familie, die mit ihrer Gospel-Musik in den USA große Popularität genießt. Und sie steht den Houstons sehr nahe. Jetzt treten die Künstler gemeinsam auf und singen für die Verstorbene

+++20:41+++ Jetzt singt R.Kelly +++

Der R&B-Sänger R. Kelly performt Houstons Hit "I look to you". Es ist eine Weile her, dass man den skandalträchtigen Sänger so würdevoll hat auftreten sehen. Eine gesegnete Stimme...

+++20:33+++ Houstons Schwägerin Patrice dankt Clive Davis +++

Houstons Schwägerin Patrice spricht über die schwierigen Momente im Leben der Sängerin. Bitterkeit über die Medien, die ihr Privatleben und die Skandale ausschlachteten, blitzt auf. Sie bittet die Öffentlichkeit, Houston als den hochtalentierten und liebevollen Menschen in Erinnerung zu behalten, als den ihre Familie sie kannte. Und sie dankt Clive Davis, Houstons Entdecker und Förderer.

+++20:22+++ Ein bewegender Abschied +++

Während Stevie Wonder gemeinsam mit dem Chor singt, ist es Zeit für ein Zwischenfazit: Der Abschied von Houston ist sehr bewegend, emotional und doch frei von Pomp. Es ist eine würdige Verabschiedung einer großen Diva. Die verschiedenen Wegbleiter Houstons gaben gefühlvolle Einblicke in das Leben der Sängerin. Ein gelungener Nachmittag, sofern man so etwas bei so einem traurigen Anlass sagen darf.

+++20:14+++ Wonder singt für Whitney +++

Mit einer eigenen Komposition verabschiedet sich der Sänger von der Verstorbenen. Darin beschreibt er Houston und ihre Stimme als ein Geschenk Gottes, für das er danken wolle.

+++20:12+++ Stevie Wonder ist an der Reihe +++

"Whitney, ich war etwas verliebt in dich!", berichtet Stevie Wonder von gemeinsamen Aufnahmen mit Houston. Er sitzt am Piano, streichelt die Tasten und erzählt mit seiner ruhigen sonoren Stimme, warum die Sängerin für ihn so besonders war. Ein anrührender Moment.

+++20:10+++ Artha Franklin nimmt Abschied +++

Mit wenigen liebevollen Worten verabschiedet Aretha Franklin ihre Patentochter.

+++20:09+++ Houstons echter Bodyguard spricht +++

Voller Zuneigung spricht Houstons echter Bodyguard, der 19 Jahre an ihrer Seite stand. Er erzählt von einer unprätentiösen Frau, die oft spät dran war und sich immer um die Familie ihres Bodyguards gekümmert habe. "Gott hat uns einen Engel geschickt.", sagt er. Und auch er versichert Bobby-Christina, wie sehr ihre Mutter sie geliebt habe. "Das habe ich jeden Tag erlebt!"

+++20:02+++ Clive Davis berichtet von geplantem Comeback+++

Produzent Clive Davis über sein Arbeitsverhältnis zu Houston: "Alles was ich sagen kann, ist dass ich sie sehr geliebt habe. Sie war einzigartig. Ja, sie hatte ihre Krisen, von denen sie bei Oprah berichtet hat. Aber wann immer ich sie brauchte, dann war sie da."

Und weiter: "Ja, ich war ihr Industrie-Vater und ich war so stolz. Bobby-Christina, du solltest immer stolz sein auf deine Mutter, sie liebte dich so sehr. [...] Letzte Woche kam Whitney in mein Bungalow. Ganz alleine, ohne Security. Sie sang für mich, ich spielte ein paar Stücke für sie. Whitney sagte zu mir: 'Ich möchte, dass du weißt, dass ich wieder in Form komme. Ich schwimme jeden Tag zwei Stunden und rauche nicht mehr. Ich bin im August zurück.' Gut Whitney, ich werde dich daran erinnern!"

+++19:49+++ Houstons Entdecker Davis redet +++

Plattenmogul Clive Davis berichtet, wie er Houston in den Achtzigern entdeckte. Sichtlich berührt erzählt er, wie Houston und er sich von Beginn an verstanden und einen besonderen Draht zueinander hatten. Und natürlich berichtet er über den einmaligen Erfolg, der er mit der Sängerin hatte. Unter Applaus fragt Davis in die Runde: "Gab es musikalisch etwas, das sie nicht konnte?" Nein, in ihren besten Zeiten gab es das nicht...

+++19:40+++ Umwerfender Auftritt von Alicia Keys +++

Auf Costner folgt die vielleicht einzige Künstlerin, die Houston in Punkto Stimme und Aussehen das Wasser reichen kann. Alicia Keys berichtet ihre eigene kleine Episode über Whitney Houston, auch ihre Stimme zittert vor Rührung. Jetzt singt sie "Can you send an Angel", spielt Piano und ist schlicht umwerfend!

+++19:38+++ "Bin ich gut genug?" +++

Costner berichtet, Houston habe vor den Dreharbeiten immer wieder gefragt: "Bin ich gut genug? Bin ich schön genug? Werden sie mich mögen?" Kostner beantwortet die Frage mit Nachdruck. Er sagt: "Whitney, wenn du mich jetzt hören kannst: Du warst nicht nur gut genug, du warst großartig. Viele Typen hätten meine Rolle spielen können. Aber du warst die einzige, die die Rolle der Rachel Marron spielen konnte. Die Menschen haben dich nicht nur gemocht, sie haben dich geliebt. Jetzt bist du gegangen. Viel zu früh... Nun ist eine Lady im Himmel, bei der sich selbst Gott wundert, dass er so etwas Perfektes kreieren konnte. Und Whitney, wenn du für den Herren singst, dann sorge dich nicht: Du wirst gut genug sein." Gänshaut im Publikum und feuchte Augen bei Kevin Costner. Die Familie bedankt sich mit Umarumngen für diese berührende Ansprache.

+++19:28+++ Costner spricht über Houstons Selbstzweifel +++

Costner kannte Houston offenbar sehr gut. Er berichtet von den großen Zweifeln und dem Erwartungsdruck, den die Sängerin immer wieder verspürte. Bei den Dreharbeiten zu "Bodyguard" soll sie große Zweifel an ihrem Talent gehabt haben. Costner sprach ihr Mut zu

+++19:25+++ Costner berichtet über Gemeinsamkeiten mit Houston +++

Ein aufgeräumter, aber sichtlich berührter Kevin Costner erzählt kleine Episoden aus seiner Jugend. Es geht um die Bedeutung der Kirche in seinem Leben und im Leben der großen Sängerin. Er schafft es, die Anwesenden aufzuheitern. Immer wieder geht ein Lachen durch die Kirche

+++19:16+++ Kevin Costner spricht +++

Gänsehaut pur: Nach einer beeindruckenden Version des Soul-Klassikers "It's been a long Time coming" spricht nun Kevin Costner, Houstons "Bodyguard" im gleichnamigen Film und größten Erfolg der Pop-Diva

+++19:00+++ Be Be Winans ringt um Fassung +++

Dem Sänger Be Be Winans verschlägt es die Stimme als er über seine Freundin Whitney Houston erzählt. Umso beeindruckender ist die Ballade, die der R&B-Sänger zum Besten gibt. Jetzt gibt es auch bei den übrigen Anwesenden kein Halten mehr, immer mehr Taschentücher werden herausgeholt

+++18:50+++ Die Tränen kullern +++

Die ersten Tränen rollen auf der Kanzel. Houstons Produzent Tyler Perry sprach über die Gottesfürchtigkeit der Verstorbenen. Es war wohl eine Metapher für Houstons bewegte Vergangenheit, von der sie sich nicht habe unterkriegen lassen. Perry sagte: "Whitney, jetzt wirst du für immer mit den Engeln singen."

+++18:35+++ "Whitney, heute ist dein Tag" +++

Houston wird mit einem opulenten Gottesdienst verabschiedet. Der große Gospelchor singt mit viel Soul und Pathos. Es ist ein typisch afro-amerikanischer Gottesdienst, in dem Gott laut gepriesen wird und die Anwesenden immer wieder "Amen" rufen. Pastor Joe A. Carter sagt wiederholt: "Whitney, heute ist dein Tag!"

+++18:20+++ Die Trauerfeier hat begonnen +++

Die Trauerfeier hat begonnen. Ein Gospelchor präsentierte ein anrührendes Medley einiger Houston-Hits, während die Gäste die kleine Kirche betraten. Der Chor ist ganz in weiß gekleidet und steht rechts der Kanzel. In der Mitte und auf der linken Seite der Kanzel sitzen die engen Angehörigen. Die Trauergäste wurden vom Pastor Joe A. Carter und dem Bürgermeister der Stadt begrüßt.

+++ "We will always love you" +++

Die Polizei hat die Umgebung um die Kirche New Hope großräumig ab, Beamte auf Pferden patrouillierten in der Straße. Vor dem Gotteshaus steht ein blinkendes Leuchtschild, das mit lila Buchstaben an die am 11. Februar verstorbene Sängerin erinnerte. "Whitney Houston 1963-2012", war darauf zu lesen, und "We will always love you" in Anlehnung an Houstons Welthit "I will always love you". Zahlreiche Beileidskarten waren an den Gittern der roten Backsteinkirche befestigt, viele mit Luftballons in Herzform. Auf dem Boden standen brennende Kerzen, einige Verehrer legten Blumen und Stoffbären ab.

+++ Fans sollen zu Hause bleiben +++

Aus Sicherheitsgründen wurden Fans des Popstars gebeten, zu Hause zu bleiben und nicht zur Kirche zu kommen. Einige wenige versuchten trotzdem an dem sehr kalten Morgen, sich dem Ort der Trauerfeier zu nähern. Auch Journalisten mussten in einigem Abstand hinter Metallabsperrungen warten.

+++ Staraufgebot nimmt Abschied +++

Für die Trauerfeier am Mittag (18.00 MEZ) haben sich zahlreiche Musiker und Schauspieler angesagt, darunter Soul-Legende Aretha Franklin, Stevie Wonder und Schauspieler Kevin Costner, der mit Houston in "Bodyguard" spielte.

+++ Sarg in Kirche eingetroffen +++

Vor der Trauerfeier für Whitney Houston ist der Sarg mit den sterblichen Überesten des Popstars zu der Kirche ihrer Heimatgemeinde gebracht worden. Der Sarg traf am Samstagmorgen (Ortszeit) an der Baptistenkirche in Newark bei New York ein. Houston hatte in dem Gotteshaus als Kind im Gospel-Chor gesungen.

be/seh/DPA/AFP / DPA