HOME

AfD im Bundestag: Weidel gegen von Storch - der Konflikt der mächtigsten AfD-Frauen

Es geht um die wichtige Stelle des Geschäftsführers der AfD-Fraktion. Alice Weidel und Beatrix von Storch haben bei der Besetzung durchaus unterschiedliche Ansichten.

AfD-Chronologie: Fünf Jahre AfD - eine Erfolgsgeschichte?

Seit Anfang Februar ist die Stelle des Fraktionsgeschäftsführers der AfD im Deutschen Bundestag vakant. Hans-Joachim Berg war im Zuge der "Schnittchen-Affäre" zurückgetreten. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung gewaltige Rechnungen für das Catering der AfD-Fraktion enthüllt. Offiziell begründete Berg seinen Rückzug damals mit Meinungsverschiedenheiten "über einen professionellen, parlamentsorientierten Fraktionsaufbau".

Meinungsverschiedenheiten bringt nun auch die Suche nach einem Nachfolger. Die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel und Beatrix von Storch, eine von vier Stellvertretern, haben nach Information des stern ihre eigenen Kandidaten in Stellung gebracht. Weidel und von Storch, die beiden mächtigsten Frauen der AfD, steuern damit auf einen Machtkampf zu.

AfD-Politiker Beatrix von Storch und Alice Weidel

In der AFD schwelt ein Streit zwischen Beatrix von Storch (l.) und Alice Weidel um die Besetzung des Postens des Fraktionsgeschäftsführers (Archivbilder)

DPA


Ein CDU-Mann für den Top-Posten in der AfD?

Wie die "Bild"-Zeitung am Sonntag berichtete, will Weidel die Österreicherin Martina Schenk als Fraktionsgeschäftsführerin installieren. Die 45-Jährige war von 2005 bis 2008 unter Jörg Haider Geschäftsführerin der rechtspopulistischen FPÖ. Danach war sie für drei weitere Parteien tätig. Martina Schenk wäre, sollte sie den Job in der Fraktion bekommen, die AfD-Besetzung mit der wohl längsten und buntesten Parteienkarriere. Für Alice Weidel ist es nicht das erste Mal, dass sie bei Jobs in Berlin an alte FPÖ-Leute denkt. Auch ihr Vertrauter Daniel Tapp war bereits bei den Rechtspopulisten aus Österreich aktiv.

Weidels parteiinterne Gegner befürchten nun, dass die Fraktionsvorsitzende die Fraktion gezielt mit FPÖ-Personal durchsetzt und die Partei damit immer weiter nach rechts rücken könnte. Ein Kurs, mit dem Weidel auf Konfrontation zur AfD-Gruppierung "Alternative Mitte" (AM) geht. Die AM will AfD eher kurz- als mittelfristig regierungsfähig machen.

Da passt es, dass die Vize-Fraktionschefin Beatrix von Storch, die der AM zugerechnet wird, den Kontakt zu einem alternativen Kandidaten für das wichtige Amt des Fraktionsgeschäftsführers herstellte. Das ergaben stern-Recherchen. Es handelt sich bei dem Bewerber um Martin H., einen langjährigen CDU-Mann, der im Büro des früheren Finanzministers Wolfgang Schäuble arbeitete und auch schon den EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker beriet. Bei der Bundestagswahl 2017 bewarb sich H. um ein Mandat - für die CDU.

"Merkelisierung" der Partei befürchtet

In Diskussionsforen auf Facebook und in WhatsApp-Gruppen wehren sich Teile der AfD gegen den langjährigen CDU-Mann - sie halten in für inkompatibel mit der AfD. So schreibt etwa die bayrische Bundestagsabgeordnete Corinna Miazga, die Partei würde mit dieser Personalie "ihre Glaubwürdigkeit und Identität verlieren. Die Besetzung des Postens mit einem bisherigen CDU-Mann sei "undenkbar" und würde zu einer "Merkelisierung unserer AfD führen".

Für ihre Kritik bekommt Miazga breite Rückendeckung aus ihrer Fraktion, selbst aus der "Alternativen Mitte". So sieht AM-Vertreter Uwe Witt Redebedarf über die Personalie. Auch aus dem rechten Flügel weht Gegenwind zu dem von-Storch-Mann. Der Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz schreibt: "Nicht mit mir" und ruft AfD-Mitglieder auf, gegen von Storchs Vorhaben zu protestieren. Seitz’ Fraktionskollege Robby Schlund pflichtet bei: "Geht gar nicht."

Im Moment spricht wenig dafür, dass der von Beatrix von Storch beigebrachte Kandidat durchkommt. Eigentlich sollte sich der Kandidat H. am heutigen Montagabend einigen Landesgruppen vorstellen. Am morgigen Dienstag sollte, so hieß es in der vergangenen Woche, die Personalie neuer Fraktionsgeschäftsführer in der Sitzung der AfD-Bundesfraktion besprochen werden. Ein Punkt auf der gerade verschickten Tagesordnung lautet: "Stand Personal".

AfD-Chronologie: Fünf Jahre AfD - eine Erfolgsgeschichte?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.