HOME

Affären von Bundespräsident Wulff: Ermittler durchsuchen Glaeseker-Büro im Bundespräsidialamt

Durchsuchung im Bundespräsidialamt: Ermittler haben dort das Dienstzimmer von Olaf-Glaeseker durchsucht, dem Ex-Sprecher von Bundespräsident Wulff. Beschlagnahmt wurden Akten und Computerdateien.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat das ehemalige Amtszimmer des früheren Sprechers von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, durchsuchen lassen. An dem Einsatz im Bundespräsidialamt seien ein Staatsanwalt und mehrere Beamte des Landeskriminalamtes beteiligt gewesen, sagte Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover der "Bild am Sonntag". "Wir haben Unterlagen und Computerdateien beschlagnahmt, die jetzt ausgewertet werden müssen." Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit gegen den früheren Sprecher und engen Vertrauten Wulffs.

Die Sprecherin des Bundespräsidialamtes, Petra Diroll, sagte dem Blatt, "dass Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Hannover am Donnerstag aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts Hannover das Dienstzimmer des früheren Pressesprechers, Herrn Glaeseker, durchsucht haben."

Glaeseker war bereits Wulffs Sprecher, als dieser noch Ministerpräsident von Niedersachsen war, und übte diese Funktion später auch im Bundespräsidialamt aus. Wulff hatte sich im Dezember nach Beginn der Kredit- und Medienaffäre überraschend von ihm getrennt. Eine offizielle Begründung gab es damals nicht.

Hausverbot für Glaeserk im Schloss Bellevue?

Nach Informationen der "Bild am Sonntag" hat Glaeseker inzwischen sogar Hausverbot im Präsidialamt. Als er vor wenigen Tagen seine alte Dienststelle habe aufsuchen wollen, sei ihm an der Pforte mit dieser Begründung der Zutritt verweigert worden, hieß es in dem Bericht. Diroll sagte dazu, das Präsidialamt habe Glaeseker darüber informiert, "dass es im Hinblick auf ein mögliches Ermittlungsinteresse der Staatsanwaltschaft Hannover" nicht möglich sei, wie ursprünglich geplant am vergangenen Wochenende sein Büro auszuräumen.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte die Staatsanwaltschaft bereits Privat- und Geschäftsräume Glaesekers und des Eventmanagers Manfred Schmidt durchsuchen lassen. Gegen den langjährigen Vertrauten von Wulff wird wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt. Dabei geht um die Frage, ob Wulffs einstige Regierungszentrale in Hannover die Veranstaltung und Finanzierung der umstrittenen Veranstaltungsreihe "Nord-Süd-Dialog" förderte. Das Promi-Treffen hat im Verlauf der Wulff-Affäre bereits mehrfach eine Rolle gespielt. Zuletzt hatte der stern die große Nähe Wulffs und seines ehemaligen Sprechers Olaf Glaesekers zur Wirtschaft dokumentiert ("Schnulligate").

kng/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.