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Der Sender reagiert Deutsche Welle lässt Antisemitismusvorwürfe extern untersuchen

Deutsche Welle Antisemitismusvorwürfe
Der roter Abendhimmel spiegelt sich in den Fenstern der Zentrale der "Deutschen Welle" in Bonn. Die Redaktion lässt laut gewordene Antisemitismusvorwürfe nun extern untersuchen.
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In einem Artikel hatte die "Süddeutsche Zeitung" Vorwürfe gegen Mitarbeiter:innen des Senders "Deutsche Welle" erhoben. Es sollen antisemitische und antiisraelische Äußerungen gepostet worden sein.

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" über Antisemitismusvorwürfe gegen mehrere Mitarbeiter:innen der Deutschen Welle (DW) lässt der Sender die Vorwürfe extern überprüfen.

Ein Sprecher des deutschen Auslandssenders teilte am Dienstagabend mit: "Auf Anordnung des Intendanten wird die DW umgehend eine unabhängige externe Untersuchung beauftragen." Die in dem Artikel erhobenen Vorwürfe gegen einige Mitarbeitende der Arabisch-Redaktion sowie freischaffende Mitarbeiter des Senders im Ausland werden demnach eingehend geprüft.

Deutsche Welle: Schaute der Sender weg?

Die Zeitung hatte zuvor einen Online-Artikel mit dem Titel "Ein Sender schaut weg" veröffentlicht. Die "SZ" berichtet darin, dass mehrere Mitarbeiter:innen in den vergangenen Jahren im Internet antisemitische und antiisraelische Äußerungen gepostet haben sollen und dass diese Einträge später gelöscht worden seien.

Von der Deutschen Welle hieß es weiter: Die Untersuchung werde sich mit den in dem Artikel zitierten Äußerungen von DW-Mitarbeitenden in anderen Publikationen und ihren privaten Profilen in den Sozialen Medien befassen. Das Deutsche-Welle-Gesetz und die Verhaltensweisen bei dem Sender geben demnach klar vor, welche Werte alle Mitarbeiter:innen zu respektieren und nach innen wie nach außen zu vertreten haben. "Der Kodex der Chefredaktion zeigt eindeutig, welche journalistischen Prinzipien sie im Hinblick auf den Umgang mit Antisemitismus beachten müssen."

Nach einer ersten Prüfung werde der Sender gegebenenfalls "umgehend Konsequenzen ziehen, wenn sich Verstöße gegen diese Regeln bewahrheiten".

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ldh DPA

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