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Atommüll-Transport nach Gorleben: Eskalation ohne Castor

Der Castor ist hunderte Kilometer entfernt, aber im Wendland eskaliert die Lage bereits: Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen Demonstranten in Metzingen vor. Es flogen Farbbeutel und Böller.

Bei Protesten gegen den Castor-Transport nach Gorleben ist es am Donnerstagabend im niedersächsischen Wendland zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Es gab mehrere Verletzte. An einer Bundesstraße in Metzingen setzte die Polizei Wasserwerfer gegen die Atomkraftgegner ein. Die Polizei sprach von gut 800 Demonstranten, die Bürgerinitiative am Ort dagegen von rund 1400. Es flogen Farbbeutel und Böller. Zwischen Polizisten und Atomkraftgegnern kam es zu Rangeleien. Eine Vielzahl der Demonstranten dort seien als gewaltbereit einzustufen, sagte Polizeisprecher Kai Richter am Abend.

Nach ersten Aussagen von Rettungskräften sollen rund ein Dutzend Demonstranten durch Reizgas und Pfefferspray verletzt worden sein. Die Polizei berichtete von sieben verletzten Beamten. Dass Reizgas gegen Demonstranten eingesetzt wurde, bestätigte die Polizei nicht.

In dem Ort Metzingen hatte es auch in den vergangenen Jahren immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Einsatzkräften gegeben. Die Polizei rechne in den nächsten Tagen aber überwiegend mit friedlichen Protesten im Wendland, sagte Sprecher Richter.

Anschlag auf Signalanlage

In Nordhessen verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf Signalanlagen der Bahn. Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei wurde bei Vellmar ein Brandsatz in einen Kabelschacht geworfen. Die Flammen beschädigten Leitungen, die für die Steuerungen von Signalen und Weichen zuständig sind. Auf die Frage, ob der Anschlag mit dem erwarteten Atomtransport zusammenhängt, sagte der Sprecher, er könne dies nicht bestätigen - "aber wir prüfen es sehr ernsthaft".

Castoren stehen noch in Frankreich

Der Castor-Transport mit hoch radioaktivem Atommüll war am Mittwoch in Frankreich gestartet. Noch steht der Zug rund 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze in Rémilly - er legte einen Zwischenstopp ein und wird voraussichtlich erst am Freitag durch Deutschland fahren.

"Wir können zu den Plänen der Behörden nichts sagen", sagt der zuständige Sprecher des Atomkonzerns Areva, Julien Duperray, der Nachrichtenagentur dpa am Abend. Bei einer improvisierten Pressekonferenz in dem kleinen Ort Rémilly ließ auch der Sprecher des Pariser Innenministeriums, Pierre-Henri Brandet, den Zeitpunkt der Weiterfahrt offen. Er sei abhängig von der Sicherheitslage - die Abfahrt könne sowohl in zehn Minuten wie in zwei Stunden oder in zwei Tagen erfolgen, sagte er nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Proteste entlang der Strecke

Ein französischer Greenpeace-Sprecher erklärte, das ungewöhnlich große Polizeiaufgebot könne auf einen längeren Halt hindeuten. Offenbar sollten dort auch das Zugpersonal und die Lokomotive ausgetauscht werden. Am Donnerstag protestierten Atomkraftgegner in Rheinland-Pfalz und Hessen friedlich an möglichen Streckenabschnitten gegen den Atomzug. Im pfälzischen Berg versammelten sich Angaben der Polizei rund 250 Demonstranten. Sie war laut Augenzeugen mit etwa genauso vielen Beamten präsent.

Atomkraft-Gegner in Hessen von der Initiative "Atomkraftende Darmstadt" planen eine Mahnwache am Bahnhof im Stadtteil Kranichstein. "Wir wollen ein Anlaufpunkt für Bürger sein, die ihre Proteste anbringen wollen", sagte ein Mitglied am Donnerstag. Im November vergangenen Jahres hatte der Castor-Transport in Darmstadt-Kranichstein gehalten, Demonstranten besetzten die Gleise. In Kassel plant die Initiative "Anti-Atom-Spaziergang Kassel". Mahnwachen am ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe.

Auch im Saarland richteten sich nach dpa-Informationen die Sicherheitskräfte auf die Ankunft des Zuges am Freitagmittag ein. Wenn der Zug die Strecke Richtung Saarbrücken nimmt, würde er über Neunkirchen Richtung Rheinland-Pfalz weiterfahren. In der saarländischen Stadt würden dann voraussichtlich deutsche Polizisten die Transport-Bewachung von den französischen Kollegen übernehmen. Andere mögliche Routen führen von Frankreich aus über das pfälzische Berg oder Kehl in Baden-Württemberg.

Krawalle auch in Frankreich

Bereits am Mittwoch hatte es in Frankreich erhebliche Proteste gegen den Castortransport gegeben. Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke und Tränengas gegen Atomkraftgegner ein, die in Sperrzonen vordringen wollten. 16 Demonstranten wurden festgenommen. Mindestens drei Menschen - darunter ein Gendarm - wurden leicht verletzt. Die nächtliche Fahrt verlief ohne große Störungen.

Der Transport bringt deutschen Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben in Niedersachsen. Greenpeace und andere Organisationen halten den Salzstock an der früheren DDR-Grenze im niedersächsischen Wendland für zu unsicher, um hier den Müll für immer in rund 800 Metern Tiefe zu lagern. Daher gibt es seit Jahren Proteste gegen Castor-Transporte in das nahe des Salzstocks gelegene oberirdische Zwischenlager, wo der Müll bis zur Endlagerung abkühlen soll.

Der laufende Transport ist der letzte mit hoch radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in Frankreich Richtung Gorleben. Bundesregierung und Energieversorger hatten sich bereits vor Jahren darauf verständigt, vom 1. Juli 2005 an keine abgebrannten Brennelemente wieder aufarbeiten zu lassen. Die Bundesrepublik ist jedoch verpflichtet, den bereits früher ins Ausland transportierten Atommüll zurückzunehmen.

swd/DPA/AFP / DPA
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.