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Baden-Württemberg: Ute Vogt gibt Fraktionsvorsitz auf

Seit Monaten wurde heftig um ihre Person diskutiert, nun zieht Ute Vogt Konsequenzen: Die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg gibt ihren Posten auf. An einer Entscheidung aber will sie vorher noch mitwirken.

Nach monatelanger parteiinterner Personaldebatte gibt die baden-württembergische SPD-Chefin Ute Vogt den Vorsitz der Landtagsfraktion ab. Ein Sprecher der Fraktion bestätigte in Stuttgart einen entsprechenden Bericht des Südwestrundfunks (SWR). Vogt werde bei der nächsten Wahl der Fraktionsspitze nicht wieder antreten, wolle aber die Nachfolge "federführend mitbestimmen".

Entschieden werde voraussichtlich im Januar kommenden Jahres bei einer Klausursitzung der Landtagsfraktion. Wer den Fraktionsvorsitz übernimmt, ist noch nicht bekannt. Gehandelt wurden in der Vergangenheit die SPD-Finanzexperten Nils Schmidt und Ingo Rust. Vogt selbst hatte den bildungspolitischen Sprecher Frank Mentrup ins Spiel gebracht.

Erst auf dem Parteitag am 21. September war Vogt mit einem überraschend klaren Ergebnis als SPD-Landesvorsitzende wiedergewählt worden. Vogt führt die SPD in dem Land seit 1999 und die Fraktion seit April 2006. Vogt wolle auf jeden Fall ihr Mandat im Stuttgarter Landtag behalten, meldete der SWR.

DPA/AP / AP / DPA