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Berlin vertraulich! Ilse Aigner wird Geheimnis um ihren Freund lüften


Ja, sie habe einen Freund, räumt Ilse Aigner ein. Nur wer ist das bloß? Dazu schweigt sie - bislang. Denn für den Berliner Presseball hat sie ihren Begleiter bereits auf die Gästeliste setzen lassen.
Von Hans Peter Schütz

Der Bundespresseball am 23. November kommt näher. Feststeht schon jetzt, wem auf diesem gesellschaftlichen Treiben der Berliner Politik-Macher die größte Aufmerksamkeit genießen wird: Ganz sicher die Bundesministerin für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz, Ilse Aigner. Bislang ist noch nie ein Mann in größerer, intimerer Nähe der CSU-Politikerin gesichtet worden. "Es gibt einen Mann in meinem Leben", hat sie bisher stets auf Nachfrage nach ihrem Gefühlsleben gesagt, "aber das ist mein Privatleben und das trage ich nicht in die Öffentlichkeit". Jetzt tut sie es doch, sie hat sich "mit Begleitung" für den Presseball angemeldet. Weil eine Frau, die Bayerns erste weibliche Ministerpräsidentin werden will, nicht ohne Mann sein darf. Ob sie im Dirndl und er in der Lederhose kommt, darüber rätselt jetzt das politische Berlin.

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Drei Steinbrück-Biografien tummeln sich jetzt auf dem Buchmarkt. Welche ist die Beste? Die von Eckart Lohse und Markus Wehner? Oder die von Daniel Goffart? Oder die von Daniel Friedrich Sturm? Wir wagen den Tipp: Die Sturm-Biografie. Denn Steinbrück soll sie bei der Lektüre auf Seite 90 wütend zugeschlagen haben. Fühlte er sich enthüllt? Die klarste Prognose über Steinbrücks Zukunft findet sich bei Goffart, der schon bei der Vorstellung seines Buchs prophezeite, was jetzt eingetreten ist: "Alles läuft auf Steinbrück hinaus". Er sei von der Troika "am besten in der Lage Stimmen jenseits der SPD zu holen". Ein besonders feinsinniges Urteil über Steinbrück fand der FDP-Spitzenliberale aus Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki: "Steinbrück kann Kanzler, Es ist aber offen, ob er auch Kanzlerkandidat kann". Und noch in einem Punkt kennt Kubicki keinen Kompromiss beim Thema Steinbrück: "Ich halte ihn für den besseren Kanzler, aber nicht für die bessere Kanzlerin".

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Für Kubicki steht inzwischen allerdings auch fest, wer der "hemmungsloseste Farbspieler" in der eigenen Partei ist. Nicht er selbst, sondern FDP-Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel. Denn der flötete jetzt in Richtung Peer Steinbrück und SPD: "Auch andere Mütter haben schöne Töchter". Dass Niebel sich nach der Bundestagswahl auch eine Ampel-Koalition vorstellen kann, verblüfft Kubicki. Denn noch im Juli hatte er Kubicki "parteischädigendes Verhalten" vorgeworfen, als der für eine rot-gelb-grüne Koalition plädiert hatte – unter einem Kanzler Peer Steinbrück. Aber überrascht ist Kubicki nicht vom Stimmungswandel seines Parteifreunds Niebel. Der habe ja auch einmal das Entwicklungshilfeministerium abschaffen wollen und habe sich dann zum Amt des Entwicklungshilfeministers gedrängt. Kubicki hat auch aus einem sehr speziellen Grund kein Problem mit Sympathie für die Sozialdemokraten: "Ich höre zur Zeit schlecht auf dem rechten Ohr". Na ja, dann muss es ja klappen mit der Ampel!

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Helmut Kohl wurde vom CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder beim Besuch des Altkanzlers in der Unionsfraktion mit einem für politische Beziehungen sehr ungewöhnlichen Kompliment begrüßt. Kauder sagte: "Wir sind Freunde geworden und geblieben, auch wenn ich unter ihnen nichts geworden bin".


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