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Berliner Occupy-Bewegung: Protest mit Tee, Schlafsack und Internet

In Berlin haben Aktivisten der Occupy-Bewegung Camps aufgebaut. Unweit des Reichstags organisieren sie ihren Protest gegen die Macht der Finanzmärkte. Und sie wollen bleiben - trotz rechtlicher Unsicherheit und nächtlicher Kälte.

Berliner Herbst 2011: Ein gutes Dutzend Zelte haben die Berliner Demonstranten der neuen Protestbewegung Occupy mit Blick auf Kanzleramt und Reichstag aufgestellt. Nur durch die Spree sind sie räumlich vom Zentrum der Macht getrennt. "Assemble, 99%" hat jemand in den Sand geschrieben, versammelt euch. Auf einem Regenschirm steht "Yes we camp". An diesem Samstag wollen die Aktivisten das Regierungsviertel umzingeln, in Frankfurt am Main wollen Gleichgesinnte das Bankenviertel mit einer Menschenkette umstellen.

"Leider haben wir nur noch kalten Tee" sagt Daniel Mützel und reibt sich die klammen Hände. Der 26-jährige Student hat seine erste Nacht im Zelt hinter sich. "Kalt", kommentiert er und ist trotzdem begeistert. Wie in Hunderten anderen Städten rund um den Globus haben sich auch in Berlin Menschen zusammengefunden, die etwas ändern wollen. Aufgeschreckt durch die weltweite Finanzkrise protestieren sie seit Wochen gemeinsam - gegen die Macht der Banken, für mehr Demokratie.

Nach New Yorker Vorbild, wo seit September unter dem Motto "Occupy Wall Street" mitten in Manhattan gezeltet wird, entstanden auch in Deutschland Protest-Camps. In Berlin sind die Demonstranten jetzt am "bundespressestrand" zusammengerückt. Die Aktivisten werden von der Noch-Pächterin des Gastronomiebetriebs, der demnächst neuen Büros weichen muss, geduldet. Berlin erlaubt kein Zeltlager im öffentlichen Raum.

Arbeitsgemeinschaften organisieren den Protest

Neben Daniel sitzt der 35-jährige Roman Asriel. Der gelernte kaufmännische Assistent ist seit kurzem arbeitslos. Für ihn ist Occupy zum Vollzeit-Job geworden, sogar bei ZDF-Talkerin Maybrit Illner war er schon. "Manchmal fühle ich mich wie kurz vor dem Revolutions-Burnout" sagt er grinsend.

Warum verbringen die beiden ihre Tage zwischen Zelten, die im Herbst eher ungemütlich sind? "Klar könnte man sich auch im Café treffen, aber wir bauen hier eine echte Infrastruktur auf" erklärt Daniel. Außerdem hätten die Camps symbolischen Wert, ergänzt Roman, so werde der Protest weltweit sichtbar. Junge Leute sitzen am Lagerfeuer, kochen und essen gemeinsam und diskutieren über Politik. Die meisten sind sich einig: "Wir wollen so lange wie möglich durchhalten".

Aber auch der Alltag im Camp muss organisiert werden. Dafür haben die Protestler ganz ordentlich Arbeitsgemeinschaften gegründet. "Ich bin hier der Koch", ist eine kräftige Stimme zu hören. "Hat jemand Allergien?" Nein - dann müssen beim Kochen keine Extrawünsche bedacht werden. In der provisorischen Küche stehen Herd, Kühlschrank und Lebensmittel. Das meiste wurde gespendet. Auch Zelte, Decken und Schlafsäcke seien genug da, sagt Daniel. Ein Outdoor-Ausstatter habe geholfen.

Aktuelle Camp-Nachrichten dank Smartphones

Stört die Occupy-Aktivisten das Hippie-Image, das ihnen teilweise verpasst wird? "Das zeigt doch nur, dass wir friedlich sind", meint Roman. So werde die Bewegung vielleicht für harmloser gehalten, als sie sein will. Daniel nickt: "Wir fliegen sozusagen unter dem Radar".

Romantik strahlt zwar ein Lagerfeuer aus. Doch Smartphones sind allgegenwärtig. Über Facebook, Twitter, Blogs und E-Mails sind die Occupy-Aktivisten auch international bestens vernetzt. Presseanfragen werden koordiniert, Diskussionen öffentlich gemacht.

Trotzdem ist auf den ersten Blick das konkrete Ziel noch nicht richtig zu erkennen. Wo soll es hingehen? "Das fragt mich mein Vater auch immer", sagt Student Daniel lakonisch. Mitstreiter Roman findet: "Es geht jetzt darum, Fragen zu sammeln, und nicht zu schnell zu antworten." Vielleicht gerade deswegen stößt die Occupy-Bewegung auf viel Sympathie.

Zur Demonstration an diesem Samstag in Berlin haben neben den Netzwerken Attac und Campact auch Linke und Grüne aufgerufen. Über Twitter hat auch der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, seine Grüße übermittelt. Roman beeindruckt das aber wenig: "Wenn die es ernst meinen würden, hätten sie uns ein Camp gegeben."

Teresa Dapp, dpa / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(