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Besuch in Afghanistan De Mazière trifft Provinzgouverneur Atta


Während seiner Afghanistan-Tour ist Thomas de Maizière in Masar-i-Scharif mit dem Gouverneur Mohammed Atta zusammengetroffen, um über die Zeit nach dem Abzug der internationalen Truppen zu sprechen.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) ist zum Abschluss seines Besuchs in Afghanistan in Masar-i-Scharif mit Provinzgouverneur Mohammed Atta zusammengetroffen. Das Treffen am Freitag fand am Regierungssitz Attas im Zentrum der nordafghanischen Stadt statt. De Maizière bekräftigte noch einmal die Bereitschaft Deutschlands, sich in Nordafghanistan weiter zu engagieren, "wenn einige Bedingungen erfüllt sind".

Atta warb in dem Gespräch für Friedensgespräche zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban. "Das ist für uns sehr wichtig, dass die Afghanen alle zusammen für die Zukunft Afghanistans arbeiten." Atta kritisierte aber das Verhalten der Taliban bei der Eröffnung eines Büros in Katar, weil die Aufständischen die Regierung in Kabul mit dem Hissen ihrer Flagge verärgert hatten. "Das hat uns natürlich sehr gestört", sagte Atta. Wenn das so weitergehe, wären die Friedensbemühungen der letzten zehn Jahre umsonst.

De Mazière setzt sich für Friedensgespräche ein

Im Anschluss wollte der Minister den mit deutscher Unterstützung neu gebauten zivilen Flughafen von Masar-i-Scharif besichtigen und dann nach Deutschland zurückfliegen. De Maizière war am Donnerstag in Afghanistan eingetroffen. In seinen Gesprächen ging es in erster Linie um die Planung für die Zeit nach dem Abzug der internationalen Kampftruppen Ende 2014 sowie um die aktuellen Ansätze für Gespräche mit den radikalislamischen Taliban. Atta sagte dazu: "Wir wollen mit den Taliban sprechen, wenn sie die Autorität der afghanischen Regierung anerkennen."

Auch de Maizière hatte sich bereits am Donnerstag bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Afghanistan und Italien, Bismillah Khan Mohammadi und Mario Mauro, für Friedensgespräche eingesetzt. Der Verteidigungsminister ist zum zwölften Mal seit seinem Amtsantritt vor zweieinhalb Jahren in Afghanistan.

ds/DPA/AFP DPA

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