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Birmingham 24 Jahre nach Neonazi-Attacke in Brandenburg: Rassismusopfer Noël Martin gestorben

Brandenburg: Rassismus-Opfer Noël Martin gestorben
Der an eine Rollstuhl gefesselten Brite Noël Martin bei einem Demonstrationszug gegen Rassismus im brandenburgischen Mahlow (Archivbild)
© Nestor Bachmann / DPA
Neonazis im brandenburgischen Mahlow jagten Noël Martin 1996 durch die Straßen, sodass er mit seinem Auto vor einen Baum krachte. Anschließend saß er im Rollstuhl. Jetzt ist er im Alter von 60 Jahren in Birmingham gestorben.

Der Brite Noël Martin, der Mitte der 90er im Bundesland Brandenburg Opfer eines rassistischen Angriffs wurde, ist tot. Das bestätigte die Geschäftsführerin der Stiftung "Großes Waisenhaus zu Potsdam", Elke Krüger. Martin starb demnach am Dienstag in einem Krankenhaus im britischen Birmingham. Er wurde 60 Jahre alt. Weitere Details konnte Krüger zunächst nicht nennen. Zuerst hatte der RBB über seinen Tod berichtet.

Nach Steinwurf an Rollstuhl gefesselt

Der gebürtige Jamaikaner und frühere Bauunternehmer Martin, der in Birmingham lebte, war im Juni 1996 in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming) gemeinsam mit Arbeitskollegen von jungen Rechtsradikalen angegriffen worden. Nach einem Steinwurf auf seinen Wagen kam der damals 36-Jährige von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Seitdem war Martin vom Hals ab querschnittsgelähmt und saß im Rollstuhl.

Die beiden Täter wurden später zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Auf Martins Initiative hin und mit Mitteln der Landesregierung wurde 2003 der Noël-und-Jacqueline-Martin-Fonds gegründet, der 2008 in eine Stiftung umgewandelt wurde. Sie ist bei der Stiftung "Großes Waisenhaus zu Potsdam" angesiedelt.

km DPA

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