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Eiswettfest in Bremen: "Machen Gendergaga nicht mit": Bürgermeisterin darf nicht zu Festmahl, weil sie eine Frau ist

Seit 1828 wird jährlich in Bremen die sogenannte Eiswette gefeiert. Die Bürgermeisterin der Hansestadt war allerdings dabei nicht erwünscht, denn die Veranstalter pochen darauf, dass sie ein reiner Herrenclub seien.

Die Bremer Bürgermeisterin Karoline Linnert

Die Bremer Bürgermeisterin Karoline Linnert (hier in der Bürgerschaft) hat wenig übrig für die Entscheidung der "Eiswett"-Veranstalter

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Beim traditionsreichen "Eiswettfest" in Bremen war Bürgermeisterin Karoline Linnert (Grüne) nicht erwünscht. Die 60-Jährige hatte den Bremer Regierungschef Carsten Sieling (SPD) vertreten sollen, der eingeladen war, aber nicht teilnehmen konnte. Sie ist dem Protokoll nach die offizielle Vertreterin Sielings, wurde aber vom "Verein Eiswette von 1829" nicht zu dem Spendenmahl geladen.

"Wir sind ein Herrenclub"

Eiswett-Präsident Patrick Wendisch sagte der "Bild"-Zeitung über die Nichteinladung: "Wir sind ein Herrenclub, machen diesen Gendergaga nicht mit. Selbst der Papst würde nicht eingeladen, wenn er eine Frau wäre."

Beim Eiswettfest kommen Hunderte Männer zusammen, um Spenden für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zu sammeln. Den Brauch der Eiswette gibt es seit 1828. Immer am 6. Januar wird die Frage geklärt, ob die Weser zugefroren ist oder nicht. Die Eiswett-Genossen und Gäste kommen dann am dritten Samstag im Januar zum Eiswettfest zusammen.

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wt / DPA