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CDU stellt Fahrplan vor Röttgen, Merz und Laschet – so wollen sie um Stimmen für den Parteivorsitz werben

Die Bewerber um den CDU-Parteivorsitz Norbert Röttgen, Friedrich Merz, Armin Laschet
Dreikampf um dem CDU-Parteivorsitz: Norbert Röttgen, Friedrich Merz, Armin Laschet (v.l.n.r.)
© Michael Kappeler  / DPA, Lukas Schulze / Getty Images Europe, Federico Gambarini / DPA
Norbert Röttgen, Friedrich Merz, Armin Laschet – nur einer kann im Dezember CDU-Vorsitzender werden. Wie der Weg dorthin aussieht, hat die Partei jetzt vorgestellt. Sie verspricht "vier Wochen intensiven parteiinternen Wahlkampf".

Am 4. Dezember will die CDU auf ihrem Parteitag in Stuttgart die Weichen für die Zukunft – und damit auch für die Bundestagswahl im kommenden Jahr – stellen. Im Mittelpunkt steht dabei die Wahl eines neuen Vorsitzenden. Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen haben ihr Interesse an dem Amt angemeldet. Wer auf noch Parteichefin Annegret Kram-Karrenbauer folgen wird, ist vollkommen offen. Wie der Weg zur Wahl des neuen Gesichts der CDU ablaufen wird, steht dagegen jetzt fest.

Kramp-Karrenbauer, die drei Kandidaten, Generalsekretär Paul Ziemiak und Bundesgeschäftsführer Stefan Hennewig haben sich nun auf einen Fahrplan geeinigt – und versprechen einen modernen, digitalen, mitgliederzentrierten und transparenten" Weg zur Kür des neuen Parteichefs.

Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen stehen zur Wahl

Laschet, Merz und Röttgen sollen sich demnach in zwei öffentlichen Kandidatenrunden den Fragen der Mitglieder stellen. Die jeweils 90-minütigen Veranstaltungen sollen aus dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin live ins Internet gestreamt werden, wegen der Corona-Pandemie ohne Publikum. Die Mitglieder können ihre Fragen an die Kandidaten vorab einreichen. Die Runden sollen am 3. und am 24. November, jeweils von 18.30 bis 20 Uhr stattfinden.

Zwischen diesen beiden Terminen sollen drei "mitgliederexklusive CDU Lives" stattfinden. In denen soll jeweils einer der Kandidaten eine Stunde lang den Mitgliedern Rede und Antwort stehen. Beteiligen können sich interessierte Christdemokraten über Chats, Wortmeldungen und Votings, verspricht die Partei. Den Anfang macht am 16. November Armin Laschet, einen Tag später folgt Friedrich Merz und am 18. November ist Norbert Röttgen an der Reihe. Die "CDU Lives" sollen jeweils von 19 bis 20 Uhr stattfinden.

Darüber hinaus soll ab dem 10. November jedes CDU-Mitglied jeweils einen Brief der drei Kandidaten nach Hause geschickt bekommen. In diesem sollen sie eine "persönliche Botschaft" übermitteln und ihre Motivation für die Kandidatur darlegen.

Die CDU verspricht "vier Wochen intensiven parteiinternen Wahlkampf", in denen "Mitglieder, Medien und die interessierte Öffentlichkeit" die Chance haben, die drei Kandidaten kennenzulernen.

CDU-Parteitag am 4. Dezember in Stuttgart entscheidet

Am 4. Dezember haben dann 1001 Delegierte auf dem Bundesparteitag in Stuttgart das Wort. Sie stimmen dann darüber ab, wer die CDU in den kommenden Bundestagswahlkampf führen wird. Auf eine Mitgliederbefragung verzichtet die Partei. Auf dem Parteitag im Dezember 2019 hatte sich eine deutliche Mehrheit für das repräsentative Verfahren entschieden.

Die Frage aller Fragen ist mit der Wahl des neuen Parteivorsitzenden allerdings noch nicht beantwortet: Wer wird Kanzlerkandidat von CDU und CSU bei der Bundestagswahl? Diese Entscheidung wollen die beiden Parteien erst nach der Wahl des neuen CDU-Chefs treffen – und hierbei dürfte die Schwesterpartei aus dem Süden mit ihrem Vorsitzenden Markus Söder ein gewichtiges Wort mitzureden haben.

Quellen:CDU (1), CDU (2), Nachrichtenagentur DPA

wue

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