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Die Morgenlage 500.000 Corona-Tote in den USA: "Grauenvoller, herzzerreißender Meilenstein"

Sehen Sie im Video: Präsident Biden gedenkt 500.000 Corona-Toten in den USA.




Die Flagge über dem Weißen Haus weht in der kalten Winterluft auf halbmast, auf der Südseite des Gebäudes erinnern Hunderte Kerzen an die unzähligen Corona-Toten in den USA. Präsident Joe Biden, First Lady Jill Biden, Vizepräsidentin Kamala Harris und ihr Mann Douglas Emhoff verbeugen sich vor den Opfern. O-TON Joe Biden, US-Präsident "Heute markieren wir einen wahrlich düsteren und herzzerreißenden Meilenstein" Die USA überschritten Daten der Universität Johns Hopkins zufolge die Schwelle von mehr als einer halben Million Corona-Toten.  O-TON Joe Biden, US-Präsident "Das sind mehr Amerikaner, die in einem Jahr der Pandemie gestorben sind als im Ersten Weltkrieg, dem Zweiten Weltkrieg und dem Vietnamkrieg zusammengenommen", "Das sind mehr Leben, die von dem Virus genommen wurden, als in allen anderen Ländern der Welt", sagte er.  Der Präsident ermahnte die Amerikaner jedoch, angesichts der Opferzahl nicht abzustumpfen. Jeder Corona-Tote habe Familie, Freunde und ein "außerordentliches Leben" gehabt, das zu früh beendet worden sei. Um der Toten zu gedenken, ordnete Biden im ganzen Land das Herabsetzen der Flaggen auf halbmast an.
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Frau von Drogenbaron "El Chapo" in den USA verhaftet  +++ Facebook gibt journalistische Inhalte in Australien wieder frei +++ Wohnungswirtschaft kritisiert Bundesregierung vor Wohngipfel  +++ Die Nachrichtenlage am Dienstagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

US-Präsident Joe Biden hat eindringlich davor gewarnt, in Anbetracht der hohen Zahl an Corona-Toten abzustumpfen. "Wir müssen uns dagegen wehren, taub gegen das Leid zu werden. Wir müssen uns dagegen wehren, jedes Leben als eine Statistik zu sehen", forderte Biden am Montagabend (Ortszeit) in einer Ansprache im Weißen Haus. "Wir müssen das tun, um die Toten zu ehren. Genauso wichtig ist es, sich um die Lebenden zu sorgen, jene, die zurückgelassen wurden", sagte Biden. Jeder Corona-Tote habe Familie, Freunde und ein "außerordentliches Leben" gehabt, das zu früh beendet worden sei.

Die USA überschritten am Montag die Schwelle von mehr als einer halben Million Corona-Toten. Nach der Rede gedachten Biden, First Lady Jill Biden, Vizepräsidentin Kamala Harris und ihr Mann Douglas Emhoff der Opfer mit einer Schweigeminute auf der Südseite des Weißen Hauses, wo zahlreiche Kerzen entzündet waren. Sie beugten ihre Köpfe, kurz darauf spielte eine Militärkapelle das Lied "Amazing Grace".

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

500.000 Corona-Tote in den USA: "Grauenvoller, herzzerreißender Meilenstein"

Ein Jahr nach dem ersten Corona-Todesfall in den USA hat die Opferzahl in dem Land die symbolische Schwelle von einer halben Million überschritten. Nach einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Montag starben seit Beginn der Pandemie mehr als 500.000 Menschen an den Folgen einer Infektion. Präsident Joe Biden ordnete an, die Fahnen landesweit auf Halbmast zu setzen. Biden sprach im Weißen Haus von einem "grauenvollen, herzzerreißenden Meilenstein". "500.071 Tote. Damit sind mehr Amerikaner in einem Jahr dieser Pandemie ums Leben gekommen als im Ersten Weltkrieg, im Zweiten Weltkrieg und im Vietnamkrieg zusammen." Biden bezog sich damit auf US-Soldaten, die bei Gefechten getötet wurden.

Die USA hätten auch mehr Corona-Tote zu beklagen als jedes andere Land der Welt, sagte Biden. Er versprach, die Opfer würden nie vergessen: "Das waren Menschen, die wir kannten." Zugleich rief der Präsident dazu auf, nicht nur der Toten zu gedenken, sondern im Kampf gegen die Pandemie auch zu handeln. "Wir müssen zusammen kämpfen." Dann könne das Virus besiegt werde, sagte Biden. "Ich verspreche Ihnen: Wir werden das gemeinsam durchstehen." Die USA sind das Land mit den mit Abstand meisten bestätigten Corona-Infektionen und Todesfällen weltweit. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land bereits mehr als 28 Millionen Ansteckungen bestätigt.

Frau von Drogenbaron "El Chapo" in den USA verhaftet

Die Ehefrau des inhaftierten mexikanischen Drogenbarons Joaquín "El Chapo" Guzmán ist in den USA festgenommen worden. Emma Coronel Aispuro wird vorgeworfen, in die Aktivitäten des früher von ihrem Mann geleiteten Sinaloa-Kartells verwickelt zu sein, wie das Justizministerium in Washington mitteilte. Der 31-Jährigen wird eine Verschwörung zum Schmuggel von Kokain, Methamphetamin, Heroin und Marihuana in die USA angelastet. Coronel wurde am internationalen Flughafen Dulles nahe Washington verhaftet. Es war zuvor nicht bekannt gewesen, dass die US-Staatsanwaltschaft ihre Verhaftung anstrebte. Sie soll voraussichtlich am Dienstag per Videoschalte vor einem Bundesgericht in der US-Hauptstadt erscheinen.  "El Chapo" war im Jahr 2017 von den mexikanischen Behörden an die USA ausgeliefert worden. Im Juli 2019 wurde er wegen Drogenhandels, Geldwäsche und anderer Vergehen zu lebenslanger Haft verurteilt. Guzmán sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in der Bergwüste des Bundesstaats Colorado ein. 

Wohnungswirtschaft kritisiert Bundesregierung vor Wohngipfel

Die Immobilienwirtschaft hat die Politik vor dem Wohngipfel am Dienstag für den anhaltenden Wohnungsmangel in Deutschland verantwortlich gemacht. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) erklärte am Montag, das Wohnungsangebot in den Großstädten sei weiterhin knapp, "die Preise steigen und Bauland fehlt." Auch der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW sieht "beim bezahlbaren Bauen und Wohnen" zweieinhalb Jahre nach dem letzten Wohngipfel "noch sehr viel Luft nach oben". Laut GdW werden bis zum Ende der aktuellen Legislatur nur 1,2 Millionen von eigentlich 1,5 Millionen geplanten neuen Wohnungen gebaut sein. 

Facebook gibt journalistische Inhalte in Australien wieder frei

Facebook hebt seine Blockade von journalistischen Nachrichteninhalten in Australien wieder auf. Wie aus Angaben des australischen Finanzministers Josh Frydenberg und des Australien-Chefs von Facebook, Will Easton, vom Dienstag hervorging, wurde im Streit um ein geplantes Gesetz zur Regulierung des digitalen Nachrichtenmarkts offenbar ein Kompromiss erzielt. Facebook werde aufgrund von "Änderungen" an dem Gesetzestext journalistische Inhalte "in den nächsten Tagen" wieder freigeben, kündigte Easton an.

Das wird heute wichtig:

Eröffnung von bundesweit erstem voll digitalen Bahnhofs-Lebensmittelmarkt 

Premiere in Renningen: Die Deutsche Bahn testet ein Modell mit einem komplett digitalisierten und rund um die Uhr geöffneten Mini-Supermarkt, der ohne Mitarbeiter auskommt. Der Bahn zufolge handelt es sich um den bundesweit ersten voll digitalisierten 24-Stunden-Supermarkt an einem Bahnhof.

Urteil im Mordprozess nach dem Verschwinden einer Mutter und ihrer Tochter

Im Sommer 2019 verschwanden eine Mutter und ihre Tochter in München spurlos. Bis heute wurden keine Leichen gefunden. Zum Shoppen seien sie gegangen, sagte der Ehemann damals. Bald kamen Zweifel an seiner Geschichte auf. Jetzt erwartet er sein Urteil.

Anhörung im US-Senat zur Erstürmung des Kapitols

Der Ausschuss für Heimatschutz und Regierungsangelegenheiten im US-Senat hält eine erste Anhörung zur Aufarbeitung der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar.

Champions League, Achtelfinal-Hinspiele

Für den Titelverteidiger geht es in die K.o.-Runde: Der FC Bayern München spielt um 21 Uhr gegen Lazio Rom. Lesen Sie hier mehr zur "Krise" des Dauermeisters.

nik/tim DPA AFP

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