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Die Morgenlage RKI meldet erstmals mehr als tausend Coronatote in Deutschland binnen eines Tages

Sehen Sie im Video: Gesundheitsämter melden 1129 Corona-Tote binnen 24 Stunden.




Berlin, 30.12.20: Erstmals über 1000 Corona-Tote  in 24 Stunden. Deutsche Gesundheitsämter meldeten RKI 1129 neue Todesfälle.  167 mehr als vor einer Woche - Gesamtzahl der Corona-Toten: 32.107. Außerdem 22.459 Neuinfektionen Rund 2000 weniger als vor 7 Tagen. RKI zählte seit Beginn der Pandemie  1.687.185 nachgewiesene Infektionen. Sieben-Tage-Inzidenz am  Mittwochmorgen bei 141,3. Sieben-Tage-R-Wert vom Dienstag  bei 0,67 (Montag: 0,74). Rund 42.000 Menschen in Deutschland  inzwischen gegen Corona geimpft.
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Mindestens sieben Tote bei Erdbeben in Kroatien +++ Trump startet neuen Anlauf im Kampf gegen Wahlausgang +++ Britisches Parlament stimmt über Brexit-Deal ab +++ Die Nachrichtenlage am Mittwochmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

wieder ein neuer Corona-Höchstwert in Deutschland, wieder ein trauriger Rekord: Erstmals seit Beginn der Pandemie sind binnen 24 Stunden mehr als eintausend Menschen an den Folgen einer Covid-Erkrankung gestorben. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden weitere 1129 Todesfälle erfasst. Die bisherige Rekordzahl lag bei 962 Verstorbenen binnen 24 Stunden. Insgesamt sind damit 32.107 Menschen in Deutschland durch das Coronavirus gestorben. 

Dass die aktuellen Corona-Beschränkungen nach dem 10. Januar gelockert werden, hält Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Anbetracht der aktuellen Lage für äußerst unwahrscheinlich. Bei der Eindämmung der Pandemie sei Deutschland "bei Weitem noch nicht da, wo wir hinmüssen", sagte er gestern Abend in den ARD-"Tagesthemen". Deshalb werde es nach dem 10. Januar "ohne Zweifel Maßnahmen geben".

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag:

Erstmals mehr als tausend Coronatote in Deutschland binnen eines Tages

In Deutschland sind erstmals mehr als tausend Todesfälle innerhalb eines Tages infolge von Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 1129 Todesfälle erfasst. Die bisherige Rekordzahl lag bei 962 Verstorbenen binnen 24 Stunden und war am Mittwoch vergangener Woche registriert worden. Die Gesamtzahl der erfassten Coronatoten in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg laut den jüngsten Angaben des RKI auf 32.107.

Nach Angaben des Instituts wurden ferner 22.459 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden registriert. Die bisherigen täglichen Höchstwerte lagen bei mehr als 30.000 Fällen. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs auf 1.687.185. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz beträgt 141,3. Gestern hatte sie noch bei 149,2 gelegen.  

Spahn: Corona-Beschränkungen "ohne Zweifel" auch nach dem 10. Januar

Die einschneidenden staatlichen Corona-Beschränkungen müssen nach Einschätzung von Gesundheitsminister Jens Spahn auch nach Fristablauf am 10. Januar zumindest teilweise verlängert werden. Bei der Eindämmung der Pandemie sei Deutschland "bei Weitem noch nicht da, wo wir hinmüssen", sagte der CDU-Politiker gestern Abend in den ARD-"Tagesthemen". Deshalb werde es nach dem 10. Januar "ohne Zweifel Maßnahmen geben". In welchem Umfang, müssten Bund und Länder bei ihrer geplanten Konferenz am kommenden Dienstag entscheiden.

Mindestens sieben Tote bei Erdbeben in Kroatien

Bei dem heftigen Erdbeben im Zentrum Kroatiens sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Die neue Opferzahl nannte Ministerpräsident Andrej Plenkovic gestern Abend. Die Zahl der Todesopfer werde "wahrscheinlich" noch weiter steigen, sagte Plenkovic. Die Bergungsmannschaften durchsuchten am Dienstagabend weiter die Trümmer. Sechs Menschen wurden mithilfe von Spürhunden lebend aus den Ruinen geborgen, wie es von den Rettungsdiensten hieß. Rund 20 weitere Menschen wurden laut der vorläufigen Bilanz der Behörden verletzt. Das Beben von gestern Mittag hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 6,4. Sein Epizentrum lag nahe Petrinja und 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Zagreb. Das Beben war auch in Österreich sowie Serbien zu spüren. Im Nachbarland Slowenien wurde vorsichtshalber das Atomkraftwerk Krsko abgeschaltet. 

Trump startet neuen Anlauf im Kampf gegen den Wahlausgang

Die Anwälte von US-Präsident Donald Trump haben einen neuen Versuch unternommen, das Ergebnis der Präsidentenwahl im US-Staat Wisconsin anzufechten. Trumps Wahlkampfteam habe einen Antrag beim Supreme Court in Washington eingereicht, um eine Entscheidung des Obersten Gerichts in Wisconsin zu kippen, hieß es in einer Mitteilung. Die dortigen Richter hatten Anfang Dezember mehrheitlich abgelehnt, eine Klage zu verhandeln, mit der Trumps Anwälte unter anderem erreichen wollten, dass mehr als 220.000 per Post eingeschickte Stimmzettel in der Zählung nicht berücksichtigt werden. Ein Sieg Trumps in Wisconsin hätte aber nichts am Wahlausgang verändert. Der Demokrat Joe Biden hat die Wahl insgesamt mit klarem Abstand gewonnen. 

Söder hält Schwarz-Grün für attraktive Konstellation nach der Wahl

CSU-Chef Markus Söder ist nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr offen für eine Koalition von Union und Grünen. "Ich glaube, dass es für viele attraktiv wäre. Eine Konstellation, die neben Sicherheit auch Inspiration bieten könnte", sagte der bayerische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur in München. Er betonte aber auch, dass er nicht mit einem "Kuschelwahlkampf" rechne, sondern mit einem "spannenden Rennen um Platz 1".

Was heute wichtig wird:

Spahn informiert über aktuelle Corona-Lage 

Zum Jahresabschluss informiert Gesundheitsminister Jens Spahn heute noch einmal über die aktuelle Coronalage. Mit ihm auf dem Podium in der Bundespressekonferenz sitzen die Präsidenten des Robert-Koch- und Paul-Ehrlich-Instituts, Wieler und Cichutek. Ein Schwerpunkt dürfte die gerade angelaufene Impfkampagne sein. 

Britisches Parlament stimmt über Brexit-Deal ab

Das britische Parlament stimmt heute über das Handelsabkommen mit der EU ab. Beide Kammern sollen die Vereinbarung innerhalb weniger Stunden abnicken. Auch wenn einige Hardliner in der Konservativen Partei von Premierminister Boris Johnson gegen das Abkommen stimmen sollten, dürfte die satte Mehrheit reichen.

Auch 2020 im Schnitt zu warm – Wetterdienst zieht Jahresbilanz

Mit 2020 geht erneut ein zu warmes Jahr zu Ende. Zum zehnten Mal in Folge übertraf nach Berechnungen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) die Durchschnittstemperatur eines Jahres den vieljährigen Mittelwert. 2020 könnte nach vorläufigen Einschätzungen sogar das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen (1881) gewesen sein – hinter 2018. Heute legt der DWD in Offenbach seine Jahresbilanz vor.

Italienische Statistikbehörde veröffentlicht Zahlen zur Corona-Sterblichkeit

Die italienische Statistikbehörde Istat will Zahlen zur Auswirkung der Corona-Epidemie auf die Sterblichkeit der Bevölkerung veröffentlichen. Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Januar bis November 2020.

rw / wue DPA AFP

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