HOME

Getöteter Flüchtling aus Dresden: Khaleds Tod scheint aufgeklärt - doch die Angst bleibt

Der Tod eines Asylbewerbers in Dresden ist offenbar aufgeklärt. Befürchtungen, dass es eine fremdenfeindliche Tat war, bestätigen sich den Ermittlern zufolge nicht. Die Angst der Flüchtlinge bleibt.

Die Flüchtlinge in Sachsen sind weiterhin voller Angst vor Ausländerhass

Die Flüchtlinge in Sachsen sind weiterhin voller Angst vor Ausländerhass

Der gewaltsame Tod des jungen Mannes aus Eritrea hing wie ein dunkler Schatten über Dresden. In der von wöchentlichen Großdemonstrationen der Pegida und islamistischen Terrordrohungen aufgeheizten Stimmung trat das persönliche Schicksal des 20-Jährigen in der Stadt fast in den Hintergrund. Von Anfang an lautete die bange Frage: War es ein fremdenfeindlicher Hintergrund oder ein Streit unter Asylbewerbern, gegen deren steigende Zahl seit Wochen Zehntausende in der Pegida-Hochburg auf die Straßen gehen?

Auch die sieben Mitbewohner des Getöteten hatten in den vergangenen Tagen wiederholt die Vermutung geäußert, dass die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben könnte. So äußerte sich auch der 26-Jährige, der Khaled nach Angaben der Ermittler vor anderthalb Wochen wohl im Streit getötet hat. Hintergrund soll die Haushaltsführung in der Vier-Zimmer-Gemeinschaftswohnung des Plattenbaus im Stadtteil Leubnitz-Neuostra gewesen sein. Noch am Tag vor seiner Festnahme hatte sich der mutmaßliche Täter mit den anderen in einem dringenden Hilferuf an Stadt, Politik, Polizei und Bürger gewandt. Nun sitzt er unter Totschlagsverdacht in Untersuchungshaft.

Behörden von Anfang an nervös

"Unsere Trauer bleibt - unberührt von den Ermittlungsergebnissen", sagte eine Sprecherin der Arbeiterwohlfahrt (AWO), deren Sozialarbeiter sich zuletzt um die Flüchtlinge aus Eritrea gekümmert hatten. Die Mitteilung der Ermittler, dass Khaled von einem Mitbewohner getötet wurde, ändere nichts an der Angst der Flüchtlinge in Sachsen. In den vergangenen Wochen hatte es nach Angaben der Sozialarbeiter bereits Hakenkreuz-Schmierereien im Treppenhaus, Tritte gegen die Tür und Pöbeleien gegeben.

Von Anbeginn zeigte sich auch die Nervosität der Behörden in dem Fall: Die Polizei verneinte zunächst Hinweise auf Fremdeinwirkung, um dann später bekanntzugeben, dass Khaled an Messerstichen in Hals und Brust starb. Die Spekulationen schossen ins Kraut; der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck stellte Strafanzeige wegen Strafvereitelung im Amt, weil Spuren am Tatort erst 24 Stunden nach dem Fund der Leiche gesichert worden seien. Tausende gingen in Dresden und anderswo gegen Ausländerfeindlichkeit und für mehr Sicherheit der Migranten auf die Straße. Andere Politiker mahnten zu Besonnenheit.

Dabei hatte Khaled geschafft, wovon viele seiner Landsleute träumen: Er gelangte von Eritrea nach Libyen und per Flüchtlingsboot nach Italien, später weiter nach Deutschland. Sein Bruder, der auf einem anderen Schiff die Überfahrt wagte, kam ums Leben. Khaled, der schon angefangen hatte, Deutsch zu lernen, war bescheiden, unauffällig und freundlich, beschreibt ihn sein Freund Hbdelwahab. "Er hat gern Fußball gespielt und davon geträumt, hier zu studieren." Am Wochenende wird er auf einem Friedhof in Berlin-Spandau beerdigt.

Simona Block und Christiane Raatz, DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(