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Ehemaliger Ministerpräsident: Kurt Beck verteidigt Beraterjob für Pharmaunternehmen

Keine Lobbyarbeit, sondern eine "konstruktiv-kritische Begleitung" leiste er für Boehringer Ingelheim, erklärt Kurt Beck. Der Wechsel des Politikers in die Wirtschaft war stark kritisiert worden.

Der SPD-Politiker Kurt Beck hat seinen Beraterjob für das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim verteidigt. "Es handelt sich keinesfalls um Lobbyarbeit, eher um konstruktiv-kritische Begleitung", sagte der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag. "Mir ging es immer um das Erhalten der Industrie in Deutschland", erklärte Beck und fügte hinzu: "Der forschenden Pharmaindustrie kommt dabei besondere Bedeutung zu."

Der Chef der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist seit Juni Mitglied im Beraterkreis von Boehringer Ingelheim. Der Wechsel des SPD-Politikers in die Wirtschaft wurde von Vertretern von Union und FDP kritisiert. Die FES hingegen nahm Beck in Schutz: Es gebe "keine Unvereinbarkeit" zwischen der Beratertätigkeit und der Leitung der Stiftung.

vim/AFP / AFP