Elite-Förderung Acht Unis hoffen auf die Millionen


Drei Elite-Unis, die mit Millionen vom Staat gefördert werden, gibt es bereits, nun sollen acht weitere dazu kommen. Berlin schickt zwei Hochschulen ins Rennen. Das Exzellenz-Programm stellt für die Förderung insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung.

Im Wettbewerb um die Millionen-Förderung für Spitzenuniversitäten in Deutschland werden jetzt in Bonn die Gewinner bekanntgegeben. Im Rennen um den Elite-Status sind nach der Vorentscheidung noch acht Universitäten: die RWTH Aachen, die FU Berlin, die Humboldt-Universität Berlin sowie die Universitäten Bochum, Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Konstanz.

In einer ersten Auswahlrunde waren im Oktober 2006 schon drei Elite-Universitäten gekürt worden: die TH München, die Ludwig- Maximilians-Universität-München und die TH Karlsruhe. Die Zahl der Elite-Universitäten insgesamt ist noch offen, Vorgaben gibt es nicht.

Dem Bewilligungsausschuss gehören Vertreter von Politik und Wissenschaft an. Mit dem Förderprogramm Exzellenz-Initiative soll die Spitzenforschung an deutschen Universitäten ausgebaut werden. In dem Bund-Länder-Programm stehen für fünf Jahre von 2007 bis 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung.

Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) haben bereits angekündigt, die Initiative über 2011 hinaus fortsetzen zu wollen. Darüber wollen Bund und Länder 2009 entscheiden. "Ich werde mich für eine Verstetigung der Exzellenzinitiative einsetzen", sagte Schavan der Zeitung "Die Welt".

Erfahrungen ausgewertet

Zuvor würden Erfahrungen aus den ersten beiden Runden ausgewertet. "Außerdem müssen wir Antworten finden auf Fragen wie zum Beispiel nach der Stärkung von Exzellenz in der Lehre oder exzellenten Zukunftskonzepten an Fachhochschulen", sagte die Ministerin. Auch bleibe der Vorschlag des Wissenschaftsrates, eine "Bundesliga der Spitzenhochschulen" einzuführen, im Spiel.

Der Generalsekretär des Europäischen Forschungsrates, Ernst-Ludwig Winnacker, lobte die Initiative und bezeichnete den fehlenden Wettbewerb unter den Unis als Schwäche des Wissenschaftsstandortes Deutschland. "Die Exzellenzinitiative hat es ermöglicht, dies zu ändern", sagte Winnacker der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Winnacker bezeichnete es als besondere Stärke, dass Deutschland den Nachwuchs auf allen Ebenen des Bildungssystems zunehmend fördere. Es sei kein Zufall, dass in diesem Jahr gleich zwei deutsche Forscher einen Nobelpreis erhalten hätten.

DPA DPA

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