Ermittlungen Großrazzia gegen Islamisten-Netzwerk


Die Polizei ist in fünf Bundesländern gegen mutmaßliche Islamisten vorgegangen. Sie sollen systematisch Vermögensdelikte begangen haben, um so ihren Terrorkampf zu finanzieren.

Wie das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) mitteilte, sind Ermittlungsbeamte und Spezialeinsatzkräfte vorwiegend im Raum Ulm/Neu-Ulm, Freiburg im Breisgau, Frankfurt/Main, Düsseldorf und Bonn im Einsatz. Auch Berlin soll betroffen sein. Dabei wurde bereits seit längerem gegen Mitglieder eines islamistisch-extremistischen Netzwerks ermittelt, die sich ausgehend vom Raum Ulm/Neu-Ulm zusammengeschlossen hätten, um systematisch Straftaten zu begehen. Die Mitglieder der Organisation sollen Urkunden gefälscht, islamistische Grupen unterstützt und für den Dschihad, den so genannten Heiligen Krieg, geworben haben.

Vermögensdelikte zur Terrorfinanzierung

Die kriminelle Vereinigung soll unter anderem Schleusungen und Vermögensdelikte begangen haben. "Mit den dort gebildeten finanziellen Ressourcen ist sie zur Verfolgung ihrer ideologischen Ziele in der Lage, Personen mit falschen Dokumenten auszustatten, ihnen illegale Aufenthalte unter falschen Personalien im In- und Ausland zu ermöglichen und andere Gruppierungen Gleichgesinnter finanziell zu unterstützen", heißt es in der Mitteilung.

Die unter Leitung des Bayerischen Landeskriminalamtes durchgeführte Polizeiaktion richte sich gegen 20 Mitglieder der kriminellen Vereinigung. Die Staatsanwaltschaft München I habe 50 Durchsuchungsbeschlüsse und mehrere Haftbefehle beim Amtsgericht erwirkt. Im Mittelpunkt der Razzia standen Wohnungen, Call-Shops und Moscheen.

AP, DPA AP DPA

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