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Einwanderung 2014: Zahl der Flüchtlinge in Deutschland deutlich angestiegen

Vergangenes Jahr ist die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland auf rund 630.000 gestiegen. Doch von einer Überlastung der Bundesrepublik kann keine Rede sein.

Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in einer Heidelberger Unterkunft

Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in einer Heidelberger Unterkunft

Die Zahl der in Deutschland lebenden Flüchtlinge ist vergangenes Jahr um 130.000 auf rund 629.000 geklettert. Dies hat die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mitgeteilt, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Von ihnen waren demnach 338.000 anerkannte Flüchtlinge, die entweder politisches Asyl oder einen anderen Schutz bekommen haben - 44.000 mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen dem Blatt zufolge 291.000 Asylsuchende und Geduldete. Das seien 86.000 mehr als im Vorjahr.

Flüchtlinge machen weniger als ein Prozent der Bevölkerung aus

Die Innenexpertin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, sagte der Zeitung, alles in allem seien die knapp 630.000 Flüchtlinge nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung. Das sei "weitaus weniger als zum Beispiel vor 17 Jahren, als es noch über eine Million Menschen waren." Von einer Überlastung der Bundesrepublik könne keine Rede sein.

Auch die Zahl der Geduldeten erhöhte sich demnach leicht. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 waren laut "Kölner Stadtanzeiger" im Ausländerzentralregister 113.000 (im Jahr 2013: 94.500) Menschen aufgeführt, die keinen Asylstatus bekommen haben und deshalb ausreisepflichtig sind, aber aus unterschiedlichen Gründen zunächst nicht abgeschoben werden können. Das seien vor allem Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien, dem Irak oder Russland.

stb/DPA / DPA