HOME

Gericht rügt Deutsche Bahn: Baumrodung im Stuttgarter Schlossgarten war unzulässig

Die Baumfällarbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart 21 sind nur erfolgt, weil die Bahn dem Verwaltungsgericht Stuttgart wichtige Unterlagen vorenthalten hat. Sonst hätten die Richter einem Eilantrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen die Rodung stattgegeben.

Die umstrittenen Baumfällarbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart 21 sind nur erfolgt, weil die Bahn dem Verwaltungsgericht Stuttgart wichtige Unterlagen vorenthalten hat. Sonst hätten die Richter einem Eilantrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen die Rodung stattgegeben, teilte das Gericht am Donnerstag mit.

Bei dem fehlenden Papier handelt es sich um ein Schreiben des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA); nach diesem hätte das Roden bis zur Vorlage von Artenschutz-Plänen für den im Schlossgarten lebenden seltenen Juchtenkäfer aufgeschoben werden müssen.

Das Gericht rügte die Bahn, weil sie das Gericht auf die Existenz des offensichtlich für das Eilverfahren relevanten Schreibens nicht hingewiesen habe; dabei habe das EBA sie schon in mehreren Schreiben "unmissverständlich" aufgefordert, vor der Rodung weitere Untersuchungen zu dem im Schlossgarten lebenden Juchtenkäfer vorzulegen. Die Deutsche Bahn als Projektbetreiberin muss die Kosten des Verfahrens (Az.: 13 K 3749/10) tragen.

DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren