Gesundheitsminister Rösler Pharmabranche soll Medikamente billiger anbieten


Gesundheitsminister Philipp Rösler will die Arzneimittelhersteller zu Preissenkungen zwingen. In Deutschland seien viele Medikamente zu teuer, sagte der FDP-Politiker der "Bild"-Zeitung.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat bestätigt, dass er zur Eindämmung der Gesundheitskosten die Pharmaunternehmen bald zu Preissenkungen zwingen will. Als kurzfristige Kostenbremsen werde es Zwangsrabatte und Preismoratorien geben, sagte der FDP-Politiker der "Bild"-Zeitung.

Um die Kosten dauerhaft zu senken, will Rösler nach eigenen Worten Vertragsverhandlungen zwischen Konzernen und Krankenkassen durchsetzen. "In Deutschland sind viele Medikamente zu teuer", sagte er zur Begründung. Spätestens bis Ende des Jahres solle ein entsprechendes Gesetz kommen. Rösler will auch durchsetzen, dass vor der Einführung neuer Medikamente der Zusatznutzen für Patienten belegt wird. Die genaue Höhe der Einsparungen bezifferte Rösler noch nicht. "Das hängt von den Verhandlungsergebnissen ab. Die Einsparchancen liegen bei zwei Milliarden Euro."

Zum Vergleich: Im Jahr 2007 wurden in Deutschland allein für die gesetzliche Krankenversicherung 145 Milliarden Euro ausgegeben. Insgesamt waren es 253 Milliarden und damit 10,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

AFP, Reuters Reuters

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