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Messerattacke auf Polizisten: Aus der Schule zum Dschihad: Hätte man Safia S. aufhalten können?

Ein 15 Jahre altes Mädchen rammt einem Polizisten ein Messer in den Hals. Die Schülerin handelte im Auftrag des IS, glaubt die Bundesanwaltschaft. Sie klagt Safia S. wegen versuchten Mordes an. Unterschätzten die Behörden die Gefahr?

Eine 15-Jährige verletzte einen Polizisten am Hauptbahnhof in Hannover lebensgefährlich

Eine 15-Jährige verletzte einen Polizisten am Hauptbahnhof in Hannover lebensgefährlich

Die islamistische Radikalisierung einer Gymnasiastin in Hannover blieb nicht unbemerkt, die Messerattacke der IS-Sympathisantin auf einen Polizisten vermochten die Behörden aber nicht zu verhindern. Gegen die inzwischen 16-jährige Deutsch-Marokkanerin hat die Bundesanwaltschaft nun ein halbes Jahr nach der Tat Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Außerdem wird Safia S. die Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung angelastet. Die Tat sei eine "Märtyreroperation" für die Terrormiliz Islamischer Staat gewesen, erklärte die Behörde am Montag in Karlsruhe.

Mitangeklagt ist ein 19-jähriger Syrer, der von den Plänen des Mädchens gewusst haben soll - und gegen den die Bundesanwaltschaft ermittelt, weil er mit den angeblichen Terrorplänen zu tun haben könnte, die zur Absage des Fußball-Länderspiels in Hannover im November führten. Diese Ermittlungen gegen Mohamad Hasan K. liefen weiter, erklärte die Anklagebehörde am Montag. 

Familie und Schule hatten Behörden gewarnt

Auf den Schrecken nach der Messerattacke am 26. Februar, dass eine so junge Schülerin scheinbar aus dem Nichts zur Terroristin wurde, folgte schnell die Erkenntnis: Sowohl die Familie als auch die Schule hatten die Behörden gewarnt. Safia flog am 22. Januar dieses Jahres von Hannover nach Istanbul ihrem ebenfalls radikalisierten älteren Bruder hinterher, weil sie sich in Syrien dem IS anschließen wollte. Die Mutter meldete die Tochter vermisst, spätestens dann waren die Ermittler auf dem Laufenden.

Die Schülerin kam einige Tage darauf mit ihrer Mutter, die ihr hinterhergereist war und sie zurückgeholt hatte, wieder in Hannover an. Dann kassierten Fahnder Safias Handys ein. Komplett ausgewertet wurden die Chats auf den Geräten aber erst Anfang März - nach der Messerattacke.

Safia S. provozierte Personenkontrolle 

In Istanbul, so die Bundesanwaltschaft, nahm die Schülerin Kontakt mit IS-Mitgliedern auf und erhielt den Auftrag, eine "Märtyrertat" in Deutschland zu verüben. Über einen Internet-Nachrichtendienst habe sie Kontakt zu IS-Mitgliedern gehalten und am Tag vor der Tat ein Bekennervideo übermittelt. Auf dem Hauptbahnhof provozierte sie dann eine Personenkontrolle von Bundespolizisten und stach mit einem Gemüsemesser zu. Der 34-jährige Beamte erlitt eine lebensbedrohliche Stichwunde am Hals. Ein anderer Polizist überwältigte das Mädchen.

Unterschätzten die Behörden die Gefahr, konnten sie die Attacke nicht verhindern? Das waren schnell Fragen, mit denen sich inzwischen ein Untersuchungsausschuss des Landtags in Hannover beschäftigt. Eine Panne kam bereits ans Licht: Schon vor der Attacke hatte der Staatsschutz der Polizei Kenntnis von einem Video, das Safia 2008 mit dem Salafistenprediger Pierre Vogel zeigt. Darüber informierte der Beamte zwar das Landeskriminalamt, nicht aber die eigenen Vorgesetzten. Von möglichen "Optimierungserfordernissen" bei den Ermittlungen sprach die Polizeidirektion Hannover später.

Ob und wann es zum einem Prozess gegen die Schülerin kommt, muss das Oberlandesgericht Celle entscheiden. Die ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" beschäftigt sich unterdessen am Donnerstag mit einer Molotow-Cocktail-Attacke, nach der die Behörden inzwischen wegen versuchten Mordes gegen Safias Bruder Saleh ermitteln. Der 18-Jährige wurde auf dem Weg nach Syrien in der Türkei inhaftiert und kam später zurück nach Hannover, wo er inzwischen in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Die Brandsätze waren Anfang Februar vom Dach eines Parkhauses auf den belebten Vorplatz eines Kaufhauses geflogen, ohne dass jemand ernsthaft zu Schaden kam.

Michael Evers, DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(