Corona-Pandemie Disco-Impfen, Hypnose und vor allem – Zusammenarbeit: Wie Bremen sich vom Schlusslicht zum Champion impfte

Eine Ärztin impft ein kleines Mädchen
Elisabeth Müller (r.), 68, ist der Star des Kinderimpfzentrums. Die Kinder verlangen oft nach ihr
© ullstein bild - CARO / Andreas Bastian
Kein Bundesland impft so viele Bürger so schnell wie Bremen. 90 Prozent haben bereits die erste Impfung erhalten, 86 Prozent sind doppelt geimpft. Das Erfolgsmodell könnte zum Vorbild für Deutschland werden.

Es sind Menschen wie Pia Hebbeler und Anna Balatsan, die Bremen zum bundesweiten Impfsieger machen. Die beiden Gesundheitsfachkräfte stehen in Huchting, einem Stadtteil, dem das Etikett "Problem" anhaftet, vor der Tafel, die kostenlos Lebensmittel an Bedürftige verteilt. Es ist kalt, der Wind eisig. Vor dem Gebäude stehen die Menschen Schlange. "Möchten Sie Schutzmasken?", fragt Pia Hebbeler. "Als Geschenk?" Die ältere Frau klingt ungläubig. "Ja." Die 26-Jährige reicht ihr fünf Masken. "Und, wie sieht’s aus? Sind Sie schon geimpft?" Die Dame nickt.

Zwei junge Frauen stehen vor einem Zaun mit Plakat "Bremer Tafel e.V."
Anna Balatsan (l.), 34, und Pia Hebbeler, 26, versuchen auch vor der Tafel in Bremen-Huchting die Menschen davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen
© Maximilian Mann/stern

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker