HOME

Merkel-Nachfolger: Kampf um CDU-Vorsitz: Jens Spahn attackiert seine Konkurrenten

Wenn es nach Jens Spahn geht, heißt der nächste CDU-Vorsitzende natürlich Spahn. In einem Interview geht er seine Mitbewerber Merz und Kramp-Karrenbauer scharf an. "Wir brauchen einen echten Neustart", so der 38-Jährige.

Friedrich Merz, CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn

 Friedrich Merz, CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn

AFP

Angela Merkels Ära als CDU-Vorsitzende neigt sich dem Ende zu. Schon Anfang Dezember wollen die Konservativen ihren Nachfolger wählen. Jens Spahn, Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz sind die Kandidaten, denen die besten Chancen nachgesagt werden. Doch der Gesundheitsminister liegt in allen Umfragen abgeschlagen auf dem dritten Platz. Die Generalsekretärin und der Wirtschaftsfachmann haben den größeren Rückhalt.

Für Jens Spahn ist das allerdings kein Grund, klein bei zugeben. In einem Interview hat er nun versucht, sich deutlich von seinen Mitbewerbern abzusetzen. "Wir brauchen einen echten Neustart", sagte der 38-jährige Gesundheitsminister den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Mit einem Generationenwechsel und einen neuen, offeneren Debattenstil."

Am Donnerstag findet in Lübeck die erste von acht Regionalkonferenzen statt, auf denen sich die drei Kandidaten den Mitgliedern vorstellen. "Angesichts der aktuellen Lage können wir nicht nur auf 'Weiter-so' und Kontinuität setzen", warb Spahn für sich.

Nachfolger von Merkel: Jens Spahns neues Werbevideo ist wenig gehaltvoll - die Reaktionen darauf haben es aber in sich

Jens Spahn spricht sich für einen Euro-Finanzminister aus

Merz war in den vergangenen Jahren vor allem in der Wirtschaft tätig, seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz kam für viele überraschend. Darauf spielte auch Spahn an, als er auf die Frage antwortete, was ihn von dem 63-Jährigen unterscheide.

"Wir sind unterschiedlich mit der Partei umgegangen: Ich habe allein in den letzten zwei Jahren über 250 Termine vor Ort gemacht und mit vielen Mitgliedern und Wählern diskutiert", sagte Spahn, der ebenso wie Merz aus Nordrhein-Westfalen stammt. "Ich habe mit der Partei in guten und schlechten Zeiten Wahlkampf geführt."

Er habe sich in den vergangenen Jahren aktiv eingebracht. "Viele CDU-Mitglieder haben, denke ich, ein klares Bild davon, wofür ich stehe", sagte Spahn. Für ihn sei der Generationenwechsel nicht nur ein Wort: "Ich biete eine Perspektive, die über vier Jahre hinausgeht."

Zu den politischen Positionen von Merz sagte Spahn: "Ich muss meine Positionen nicht anpassen, nichts verbiegen oder relativieren." Spahn grenzte sich von Äußerungen von Merz ab, der zunächst Sympathie für eine europäische Arbeitslosenversicherung bekundete, dies aber später wieder relativierte.

"Jeder Ansatz einer Transferunion geht gar nicht", sagte Spahn. "Wir brauchen keinen Euro-Finanzminister, keine europäische Arbeitslosenversicherung und schon gar nicht eine Vergemeinschaftung von Schulden."

Ein Rückzug aus der CDU-Führung sei keine Option

Kramp-Karrenbauer warf Spahn eine rückwärtsgewandte Gesellschaftspolitik vor. "Ich habe aus voller Überzeugung für die Öffnung der Ehe gestimmt", sagte der offen schwul lebende und mit seinem Partner verheiratete Spahn. Wenn seine Ehe "in einem Atemzug mit Inzest oder Polygamie genannt wird, trifft mich das persönlich".

Kramp-Karrenbauer hatte 2015 als saarländische Ministerpräsidentin gesagt, es gebe bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau: "Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen: etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen."

Spekulationen über einen Rückzug seiner Kandidatur noch vor dem Parteitag trat Spahn entgegen: "In dem Moment, in dem Angela Merkel ihren Rückzug angekündigt hat, war für mich klar: Ich trete an." Im Falle einer Niederlage werde er in der CDU-Führung weiterarbeiten.

sos / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.