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McAllister und Merkel: Gemeinsam gegen Rot-Grün

Am 20. Januar dürfen 6,2 Millionen Niedersachsen einen neuen Landtag wählen. Gut zwei Wochen davor eröffnet CDU-Spitzenkandidat McAllister zusammen mit Kanzlerin Merkel die heiße Wahlkampfphase.

Zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel hat Niedersachsens CDU-Ministerpräsident David McAllister die heiße Wahlkampfphase eingeläutet und sich von den Grünen abgegrenzt. "Jetzt geht es erst richtig los", sagte der CDU-Landesvorsitzende am Samstag - gut zwei Wochen vor der Wahl - in Braunschweig. Seinem SPD-Herausforderer, Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil, und der Opposition im Landtag von Hannover sagte McAllister den Kampf an. Eine Koalition mit den Grünen schloss er erneut aus.

Die CDU Niedersachsen sei so geschlossen und zum Sieg entschlossen wie selten zuvor. "Wir sind hochmotiviert, mit deutlichem Abstand vor der SPD stärkste Kraft zu werden. Ich werbe jede Minute um beide Stimmen für die CDU", betonte McAllister. Er werde nicht zulassen, dass "die politische Linke im Land" etwa die Arbeit der Landwirte diskreditiere oder den Schulfrieden gefährde.

McAllister mahnte auch auf Bundesebene Distanz zu den Grünen an. "Die CDU sollte aufhören, die Grünen anzuschmachten. Wir sollten sie inhaltlich stellen", sagte er der "Bild am Sonntag". Hinter dem "vermeintlich bürgerlichen Gewand" stecke eine "ideologisch verbohrte" Partei. Auch der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl hatte in einem Interview gesagt, dass er derzeit kaum inhaltliche Schnittmenge für eine tragfähige schwarz-grüne Koalition sehe.

"Die Zweitstimme ist die für uns entscheidende"

Merkel rief in Braunschweig dazu auf, für die Fortsetzung der "erfolgreichen schwarz-gelben Landesregierung" zu werben. Darüber hinaus appellierte die Kanzlerin, bei der Wahl gehe es "nicht um Posten und Pöstchen, um Theorien und Ideologien", sondern um das Leben "jedes einzelnen Niedersachsen". Merkel lobte die Arbeit von McAllister und dessen Koalition. "Diese Landesregierung hat Wort gehalten." Das Bundesland sei auf einem guten Weg, nun müssten die Niedersachsen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen.

In Anspielung auf Gerüchte über eine Zweitstimmenkampagne der CDU für den kriselnden Koalitionspartner FDP sagte McAllister: "Die Zweitstimme ist die für uns entscheidende." Er sei jedoch optimistisch, dass die Freidemokraten aus eigener Kraft aus dem Umfragetief herauskommen. "Die Liberalen haben mit derzeit vier Prozent gute Chancen, den Wiedereinzug in den Landtag zu schaffen."

6,2 Millionen Bürger sind aufgerufen, am 20. Januar einen neuen niedersächsischen Landtag zu wählen. Umfragen zufolge deutet sich ein Machtwechsel an, obwohl die CDU stärkste Partei werden dürfte. So liegt Rot-Grün nach den jüngsten Zahlen vor der regierenden Koalition aus CDU und FDP, weil die Liberalen unter 5 Prozent liegen. Doch auch SPD und Grüne können sich nicht sicher sein, ihr Vorsprung schmolz zuletzt auf drei Prozentpunkte. Seit 2003 stellen CDU und FDP die Landesregierung - zunächst mit Christian Wulff, seit Juli 2010 mit McAllister als Ministerpräsident.

kave/DPA / DPA