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Niedersachsen: Zwei mutmaßliche Bahn-Erpresser gefasst

Zwei mutmaßliche Erpresser der Deutschen Bahn sind in Niedersachsen von der Polizei festgenommen worden. Die beiden sollen seit Wochen mit Anschlägen auf das Streckennetz in ganz Deutschland gedroht haben.

Die Deutsche Bahn ist seit Wochen mit der Drohung von Anschlägen auf das Schienennetz erpresst worden. Die mutmaßlichen Erpresser sind am im niedersächsischen Springe von Beamten der Landeskriminalämter Berlin und Niedersachsen festgenommen worden. Nach Angaben eines Berliner Polizeisprechers handelt es sich um einen 45 Jahre alten Mann und eine 41 Jahre alte Frau. Einzelheiten zu der Festnahme und den Forderungen wollte die Polizei zunächst nicht nennen. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.

Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" ermittelte das Berliner Landeskriminalamt seit etwa zwei Wochen, weil Unbekannte mit Anschlägen auf das landesweite Streckennetz der Bahn gedroht hatten. Entsprechende Geldforderungen seien in der Hauptstadt eingegangen. Dem 45-Jährigen wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, der Bahn Anfang Februar ein Tonband zugespielt zu haben. Darauf soll eine verzerrte Stimme einen hohen Geldbetrag gefordert und im Fall der Nichtzahlung mit Anschlägen auf Einrichtungen der Bahn gedroht haben.

Der mutmaßliche Erpresser ging den Ermittlern nun bei einer von Polizeibeamten aus Berlin und Niedersachsen überwachten fingierten Geldübergabe ins Netz. Nach ersten Erkenntnissen hätte der Mann nicht über die ausreichenden Mittel verfügt, um die angekündigten Anschläge in die Tat umzusetzen, hieß es.

Die beiden Tatverdächtigen wurden durch die Polizei Göttingen vernommen. Die Staatsanwaltschaft Berlin wollte unterdessen klären, ob gegen den Mann und möglicherweise auch gegen die Frau Haftbefehl erlassen werden muss.

"Wir sind froh, dass man sie gefasst hat. Gratulation an die Polizei", sagte Mehdorn in Hannover, wo er vor dem Untersuchungsausschuss zum Transrapid-Unglück aussagte. Seines Wissens nach sei es nicht zu Manipulationen gekommen. "Sorgen macht uns so etwas allemal", sagte Mehdorn. Die Bahn könne ihr Streckennetz nicht komplett vor Anschlägen schützen.

DPA / DPA